Deutschland: Fliegerbombe bei Baggerarbeiten in Hattingen detoniert!

Hattingen (Deutschland): Am Freitag, den 19.09.2008, wurde um 10 Uhr eine Explosion im Industriepark Henrichshütte gemeldet. Aufgrund der Meldung alarmierte die Kreisleitstelle sechs Löschzüge der Feuerwehr Hattingen, das THW sowie den Rettungsdienst inkl. Notärzte.
Nach ersten Erkundungsmaßnahmen ergab sich folgende Lage: Bei Erdarbeiten hat ein Bagger eine 250 KG-Bombe beschädigt, so dass diese detonierte. Durch die Druckwelle wurden die umliegenden Gebäude teilweise stark beschädigt. Auch im Inneren eines angrenzenden Betriebes waren erhebliche Schäden zu verzeichnen. Selbst einige Fahrzeuge wurden durch Streuteile beschädigt. Teile der Bombe sind in bis zu 1,5 km Entfernung gefunden worden, so die Polizei.

Der beteiligte Baggerfahrer erlitt Schnittverletzungen da die Führerkabine des Baugerätes erheblich beschädigt wurde. Daneben wurden 16 weitere Personen verletzt. Die meisten Verletzungen waren sogenannte Knalltraumata die aus der Lautstärke der Detonation resultierten. Dass sich die Anzahl der Verletzten kontinuierlich erhöhte lag unter anderem auch daran, dass die umliegenden Firmen durch die Feuerwehr durchsucht wurden. Hier meldeten sich immer mehr Personen mit entsprechenden Verletzungen.

„Bei der Wucht der Detonation kann man von Glück reden, dass dieses Unglück so glimpflich ausgegangen ist“, berichtet Feuerwehrsprecher Jens Herkströter. Der ebenfall alarmierte Kampfmitteräumdienst untersuchte das Gelände sowie die aufgefundenen Bombenteile. Vor Ort machten sich unter anderem auch Landrat Dr. Arnim Brux und Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch ein Bild von dem entstandenen Schaden.

Aufgrund der Lage beschränkte sich die Tätigkeit der Feuerwehr auf die Durchsuchung der angrenzenden Firmen sowie die Sicherstellung des Brandschutzes an der Einsatzstelle. Der Rettungsdienst übernahm die Versorgung der Verletzten. Insgesamt waren rd. 100 Rettungskräfte vor Ort.
