D: Wieder Herdecker Höhenrettungseinsatz -> Kinder & Hunde im Steilhang

Herdecke (Deutschland): Am späten Nachmittag des 31. Oktober 2008 wollten die beiden 10-jährigen Lena und Lara am Ruhrhöhenweg und dem angrenzenden Waldgebiet, nahe der Teufelskanzel, spazieren gehen. Mit Einbruch der Dunkelheit…
… verloren die beiden Kinder im Wald die Orientierung und kamen vom schmalen Wanderweg ab, sodass sie sich kurze Zeit später an einem Steilhang befanden.
In ihrer Not riefen die beiden Mädchen über ein Handy ihre Eltern an und beschrieben ihre Situation. Einziger Anhaltspunkt für ihren Aufenthaltsort war, dass sie eine Bahnlinie (Stadtgebiet Hagen) sehen konnten. Mit dieser ungenauen Ortbeschreibung fingen die Eltern an zu suchen und fanden die beiden Mädchen schließlich an einem Steilhang. Vom nächstgelegenen Weg ging es ca. 100 Meter steil in die Tiefe. Da dieser Abschnitt des Steilhanges jedoch hauptsächlich aus Geröll und losem Bruchstein besteht und die Kinder zudem akut absturzgefährdet waren, riefen die Eltern richtigerweise gegen 17:45
Uhr die Feuerwehr.
Bereits nach fünf Minuten war das erste Fahrzeug der Feuerwehr Herdecke vor Ort. Sofort kletterten zwei Trupps mit einer speziellen Absturzsicherung die ca. 100 Meter zu den beiden Kindern hinab. Bei den Kindern angekommen, wurden diese sofort gesichert und beruhigt. Erst jetzt sahen die Feuerwehrleute, dass die beiden Mädchen mit zwei Hunden unterwegs waren. „Wir haben die beiden Mädchen mit speziellen Rettungsschlingen gesichert und konnten Lena und Lara so sicher den Steilhang hinauf führen“, erklärte Einheitsführer Christian Arndt. Dabei kamen die sportlichen Feuerwehrmänner auf Grund der schweren Schutzausrüstung erst kaum hinter einer der beiden 10-jährigen hinterher.

Oben angekommen konnten die beiden Kinder, nach kurzer Untersuchung durch den Rettungsdienst, wieder den besorgten Eltern übergeben werden. Lena und Lara waren nur leicht unterkühlt und konnten sofort wieder nach Hause.
Schwieriger gestaltete sich die Rettung der beiden kleinen Hunde, da die Tiere wegen der Stresssituation sehr ängstlich waren. Zwei Trupps setzten die Hunde unter Anleitung des erfahrenen Tierpflegers und Feuerwehrmanns Jens Schumacher in Transportboxen und kletterten den Steilhang hinauf. Dort konnten die Hunde unversehrt an die Besitzer übergeben werden. „Bei diesem Einsatz hat sich mal wieder gezeigt, dass es ein großer Vorteil ist, ehrenamtliche Feuerwehrangehörige aus den verschiedensten Berufsgruppen in der Freiwilligen Feuerwehr zu haben“, so Einsatzleiter Hans-Jörg Möller. Insgesamt waren 26 ehrenamtliche Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen über zwei Stunden im Einsatz.
