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Sbg: Feuer Berghotel auf der Schmittenhöhe -> Flämmarbeiten als Ursache

Zell am See (Sbg): Holzflämmarbeiten an der Außenfassade haben den Großbrand des Berghotels Schmittenhöhe in Zell am See am Dienstag, 28. Oktober 2008, ausgelöst, bei dem vier Personen Rauchgasvergiftungen erlitten und Millionenschaden entstand. Dies stellten die Brandermittler nun fest.

Holzflämmarbeiten an der Außenfassade haben den Großbrand des Berghotels Schmittenhöhe in Zell am See am Dienstag ausgelöst, bei dem vier Personen Rauchgasvergiftungen erlitten und Millionenschaden entstand. Es ist davon auszugehen, dass durch die Brennerflammen eine vor Jahrzehnten aufgebrachte Schicht – bestehend aus Papier und Teer – Feuer gefangen hat. Ein elektrischer Defekt sei auch auszuschließen, teilte die Polizei am Freitag nach Abschluss der Ermittlungen von Beamten des Bundeskriminalamt Wien (KTZ und des Landeskriminalamtes Salzburg mit.

Ein 25-jähriger Pinzgauer, der auf Anweisung des Eigentümers arbeitete, hatte mit einem Schleifgerät einen alten Schriftzug an der Westfassade im ersten Obergeschoß entfernt. Um die Oberfläche des geschliffenen Holzes dem übrigen Wandaufbau anzupassen, nahm er ein handelsübliches, mit Propan Gas betriebenes Flämmgerät. Hierbei sah er bereits eine kleine Flamme aus einem Spalt zwischen den Brettern der Außenfassade.

Bei einem an Ort und Stelle durchgeführten Versuch konnte diese Schicht innerhalb von ein bis zwei Sekunden mit einem handelsüblichen Flüssiggasfeuerzeug in Brand versetzt werden. Nach dem Entfernen des Feuerzeuges erlosch das Feuer nicht, die Flammen breiteten sich rasch auf das gesamte Versuchsobjekt aus. „Es kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass die Flämmarbeit des Pinzgauers brandauslösend gewirkt hat“, so das Resumee der Ermittler.

Ausgeschlossen als Brandursache könne auch eine Feuerungsanlage bzw. ein Rauchabzugssystem werden, da es solche Anlagen nicht gibt. Hinsichtlich einer Brandlegung durch heiße nachglühende Teilchen (Tabakreste, Heißarbeiten) liegen ebenfalls keine spurenmäßigen Anhaltspunkte vor.

Salzburger Nachrichten

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