Nö: Tragik: Auf Gleise geschleudert und von Güterzug erfasst -> 1 Toter
Gemeinlebarn (Nö): Ein 30-jähriger Pkw-Lenker aus Herzogenburg kam in der Nacht auf den 14. November 2008 auf der regennassen Bundesstraße 43 vor Gemeinlebarn (Bez. PL) von der Fahrbahn ab und kam am Bahngeleis zum Stillstand.
Ein Güterzug der ÖBB brauste kurze Zeit später heran, konnte trotz sofortiger Notbremsung nicht mehr stehen bleiben und erfasste das Unglücksfahrzeug frontal. Für den Insassen des Autos gab es keine Chance. Eine Frau aus Ahrenberg, die zur selben Zeit die Unfallstelle passierte, konnte nur noch mit ansehen, wie das Unglück geschah – ohne vorher Hilfe zu holen.

Die binnen kürzester Zeit eintreffenden Rettungskräfte konnten dem Unfalllenker nicht mehr helfen. Dem Notarzt blieb nicht anderes mehr übrig, als den Tod des Mannes festzustellen. Die Feuerwehr zog mittels Seilwinde das Auto vom Gleiskörper, ehe die Leiche mittels hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug geborgen wurde.

Für die Dauer der Bergungsarbeiten blieb die Bahnstrecke zwischen Tulln und St. Pölten für den Zugsverkehr gesperrt.
Eingesetzte Kräfte:
FF Gemeinlebarn, FF Traismauer, FF Reidling, ÖA Team FF Sitzenberg, NAW Rotes Kreuz Krems, RTW Samariterbund Traismauer, Polizei Traismauer, ÖBB Einsatzleiter
ORF-Bericht:
Minuten vor seinem Tod hat ein 30-jähriger Pkw-Lenker nach einem Unfall noch seine Freundin per Handy angerufen. Er war Freitagfrüh bei Traismauer mit seinem Pkw verunglückt und eingeklemmt worden. Ein Zug erfasste und tötete ihn. Der 30-jährige Lenker wurde bei dem Unfall im Fahrzeug eingeklemmt, er rief noch mit seinem Mobiltelefon seine Freundin an. Der Mann schilderte ihr sogar noch, dass er einen Unfall hatte und jetzt irgendwo im Bereich Gemeinlebarn auf einem Bahngleis stehe und in seinem Fahrzeug eingeklemmt sei. Der Mann schaffte es nicht mehr, sich rechtzeitig aus dem Auto, das nach dem Unfall auf dem Dach lag, zu befreien.

Seine Freundin verständigte sofort den Notruf 144. Als die Einsatzkräfte an der Unfallstelle eintrafen, war es allerdings schon zu spät. Das Auto war von einem Zug erfasst und 400 Meter weit mitgeschleift worden. Der Güterzug prallte ungebremst mit 100 Stundenkilometern gegen das Auto. Der Lokführer gab an, er habe nur kurz zwei schwache Lichter gesehen, dann sei es schon zu dem Zusammenstoß gekommen, es sei nicht mehr zu verhindern gewesen. Der Pkw Lenker starb noch an der Unfallstelle. Der Lokführer wird von einem Kriseninterventionsteam betreut.
