Oö: Kritik am Landesrechungshofbericht der Oö. Feuerwehren
Oberösterreich: Der jüngste Bericht des Landesrechnungshofes hat eine Welle der Entrüstung bei den heimischen Feurwehren ausgelöst. Denn darin wurden die derzeitigen Feuerwehrstrukturen als veraltet und zu teuer eingestuft.
Freiwillige Helfer erbost: Die Kritik des Landesrechnungshofes – dass es zu viele kleine Feuerwehren und Doppelgleisigkeiten gebe und dass das bestehende System zu teuer wäre – kommt gar nicht gut an bei den freiwilligen Helfern, die vielfach das eigene Leben für andere riskieren.
„Ich kann nur traurig lächeln“: Die Reaktionen fallen entsprechend heftig aus. In einem Schreiben an den Landesfeuerwehrverband heißt es: „Ich kann über ein derartiges Ansinnen des Landesrechnungshofes nur traurig lächeln. Wenn bei solchen Prüfungen nur ansatzweise eine Kosten-Nutzenrechnung gemacht worden wäre, so hätte jeder normal denkende Mensch schnell die Lage begriffen.“
In diesem Zusammenhang wird auch die Frage gestellt, wieviel ein Menschenleben wert sei.
„Zerstörerischer Unfug“
In einem anderen Brief ist die Rede von – einem zerstörerischen Unfug. Ein anderes Mal steht geschrieben: „Im Mittelpunkt steht bei uns der Mensch und nicht wie anscheinend bei diesen Herren nur die Zahlen. Vergessen werde dabei die Sicherheit der Menschen im Land.“
Kritik sei weltfremd: Die meisten freiwilligen Feuerwehrleute halten die Kritik des Landesrechnungshofes für weltfremd. Keine Feuerwehr könne es sich leisten, auf einzelne Kameraden zu verzichten.
Eine Zusammenlegung von Wehren würde nichts bringen. Auch würde dadurch die flächendeckende Einsatzbereitschaft etwa bei Katastrophen gefährdet.
Negative Auswirkung auf Motivation: Besorgte Feuerwehrkommandanten befürchten nun, dass sich die derzeitige Diskussion sehr negativ auf die Einsatzbereitschaft und die Motivation der freiwilligen Helfer auswirken wird.
Rechnungshof prüfte Oö. Feuerwehrwesen (Artikel hier auf Fire-World)
