D: Großfeuer in Reifenlager -> 10.000 Liter Schaummittel angefordert

Buchholz (Deutschland): In den Morgenstunden des 14.12.2008 stand ein illegales Altreifenlager im Gewerbegebiet in Buchholz (Aller) Flammen. Zur Brandbekämpfung waren über 220 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises und der Region Hannover im Einsatz.
Kurz nach 3.00 Uhr bemerkte ein Nachbar einen Feuerschein an der Lagerhalle des Altreifenlagers und alarmierte die Polizei. Als die ersten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr kurz darauf eintrafen, standen die circa 700 Quadratmeter große Lagerhalle und die auf der rund 3000 Quadratmeter großen Freifläche gelagerten Altreifen bereits lichterloh in Flammen.

Unter der Leitung von Gemeindebrandmeister Rainer Priebe waren die Wehren der Samtgemeinde Schwarmstedt, unterstützt durch Fachkräfte der Kreisfeuerwehr und der Region Hannover im Einsatz. Zur Bekämpfung der immer wieder aufkeimenden Reifenbrände setzten die Feuerwehr Schaum ein. Insgesamt forderte die Einsatzleitung 10.000 Liter Schaummittel von den umliegenden Wehren, unter anderem der Berufsfeuerwehr Hannover, dem Flughafen Hannover, einer Werkswehr in Seelze und der Bundeswehrfeuerwehr des Tanklagers in Hademstorf an. Die abschließende Brandbekämpfung wird voraussichtlich noch bis Montag, 15. Dezember 2008, andauern.

Aufgrund der starken Rauch- und Geruchsentwicklung wurden Radiodurchsagen und Lautsprecherdurchsagen für den Bereich Buchholz/Aller, Schwarmstedt, Bothmer und Essel durchgeführt. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die durch die Feuerwehr durchgeführten Schadstoffmessungen ergaben zwar erhöhte Werte, eine Gefahr für die Gesundheit der Bewohner lag jedoch zu keinem Zeitpunkt vor.

Seit einigen Jahren wurde auf dem Gelände an der Straße An der Autobahn, ein nicht genehmigtes Altreifenlager betrieben, zuletzt befanden sich hier mehrere 100 Tonnen Reifen. In der Vergangenheit hat der Pächter durch das Gewerbeaufsichtsamt Celle bereits Räumungs-/Beseitigungsauflagen erhalten, denen er jedoch nicht nachgekommen war. Nach erster Einschätzung schließt die Polizei Brandstiftung nicht aus.

