USA: „Weihnachtsmann“ in Los Angeles schoss: 8 Tote und Feuer
Los Angeles (USA): Mindestens acht Menschen hat ein als Weihnachtsmann verkleideter Mann am Heiligen Abend 2008 in Covina bei Los Angeles getötet, drei Menschen wurden verletzt, wie nun bekanntwurde. Zunächst war von drei Toten die Rede gewesen.
Der 45-jährige Verdächtige tötete nach US-Medienangaben mindestens acht Menschen und verletzte drei weitere. Stunden später fand die Polizei die Leiche des mutmaßlichen Täters in dem Haus seines Bruders. Er hatte offensichtlich Selbstmord begangen. Als Motiv vermutete die Polizei persönliche Probleme des Mannes: Er sei kürzlich geschieden worden, außerdem habe er seinen Arbeitsplatz verloren. Unter den Partygästen im Haus seiner ehemaligen Schwiegereltern sei auch seine Ex-Ehefrau gewesen. Nach einer ersten Rekonstruktion der Tat klopfte der Mann eine halbe Stunde vor Mitternacht an der Haustür. Einem achtjährigen Mädchen, das ihm öffnete, habe er mit seiner halbautomatischen Waffe ohne Zögern ins Gesicht geschossen. Das Mädchen überlebte die Tat schwer verletzt. Danach habe er wahllos auf die Gäste geschossen. Eine junge Frau überlebte mit Schusswunden, eine andere brach sich den Knöchel, als sie sich mit einem Sprung aus einem Fenster rettete.
Haus in Brand gesetzt: Während die Gäste in Panik flüchteten, setzte der Mann das Haus mit Molotowcocktails in Brand. Nach dem Verbrechen habe der Täter seine Weihnachtsmannkleider abgestreift und sei „in Zivil“ geflüchtet. Als die Polizei kurz vor Mitternacht den Tatort erreichte, hatten die Flammen das Haus bereits weitgehend zerstört. Erst nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte, habe man die Leichen entdeckt. Trotz des Einsatzes von rund 80 Feuerwehrleuten brannte das Haus komplett nieder.
Stunden später fand die Polizei die Leiche des Todesschützen in seiner Wohnung im nahegelegenen Sylmar. Er hatte sich per Kopfschuss getötet. Der Polizeisprecher zeigte sich entsetzt von der Tat. Die Gegend sei sehr ruhig. „So etwas erleben wir sonst nie – und schon gar nicht an Weihnachten“, sagte er dem Sender CBS2.
