Technisch

Nö: 800-Tonnen-Frachtschiff Einsatz in Melk -> Fortsetzung (5.+7.1.2009)

Melk (Nö): Da am Samstag, 3.1.2009, mit dem verfügbaren Baggerschiff nur ein Teil der 800t schweren Ladung aus der Havarie entnommen werden konnte, wurde ein 80t Schwimmkran aus Oberösterreich angefordert.

Dieses Spezialschiff der Verbund AG ist am Morgen des 5. Jänner 2009 an der Unfallstelle unterhalb der Donaubrücke Melk eingetroffen. Zur Zeit läuft unter der Gesamtkoordination der Schifffahrtsaufsicht die Positionierung der Hilfseinheiten an der Schiffshavarie für die heute geplante Entladung. Diese soll in Kürze beginnen. Dabei werden sämtliche Stahlblechrollen und Stahlplatten auf ein Ersatzschiff umgeladen.

Seitens der Feuerwehr wurden die Pumparbeiten seit Freitag abend im Schichtbetrieb aufrecht erhalten, um das Schiff zu stabilisieren. Heute während der Entladung werden die Pumparbeiten an Bord fortgeführt. Die Spezialisten des Feuerwehrtauchdienstes werden im Frachtraum eingesetzt sein. „Da das Verhalten des beschädigten Schiffsrumpfes bei der Entladung nicht vorhergeshen werden kann und die Arbeitsbedingungen an Bord aufgrund der Eisbildung sehr gefährlich sind, steht die Sicherheit der Einsatzkräfte im Vordergrund“, meint der Einsatzleiter der Feuerwehr Karl Denk von der FF Gossam. Daher sind ständig zwei Arbeitsboote der Feuerwehr für eventuelle Rettungseinsätze in der Nähe der Havarie in Warteposition. Sollte trotz höchster Vorsicht der Einsatzkräfte jemand über Bord gehen ist eine rasche Rettung aus dem kalten Wasser sichergestellt.

Erst nach der erfolgter Entladung der Havarie wird man beurteilen können, ob das Schiff noch selbst eine Werft anfahren kann.

AUSSENDUNG FF MELK per 7.11.2009:

Resümee eines langen Einsatzes:
Die Attraktion der letzten Tage auf der Donau wird in Kürze Melk verlassen. Der Frachtraum der „Canal Services 7“ konnte am gestrigen Feiertag vom Schwimmkran der Verbund AG endgültig entladen werden.
Während der Nacht hat die Feuerwehr Melk noch eine Sicherheitswache beim Schiff abgehalten, da durch einige abgedichtete Lecks nach wie vor geringe Wassermengen eindringen. „Würde sich einer der Dichtkeile lösen, müsste man sofort mit den Pumparbeiten wieder beginnen“, so OBI Thomas Reiter von der Feuerwehr Melk. Bis heute 7.00 Uhr Früh war die Lage aber stabil.

Gegen 8.00 Uhr soll nun das rumänische Schiff, das seit Freitag letzter Woche (2. Jänner) die Einsatzkräfte im Raum Melk beschäftigt und zahlreiche Schaulustige angezogen hatte, die Fahrt in eine Werft nach Linz antreten. (Hinweis: Ursprünglich war einmal geplant eine Werft in Bratislava anzufahren, dieser Plan wurde jedoch geändert.)

Zwei Feuerwehrleute werden aus Sicherheitsgründen mit Pumpen und Notromaggregat die Fahrt des Unglücksschiffs in die Werft begleiten. Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Josef Göls zieht sichtlich stolz ein Resümee über den mehrtägigen Einsatz der Feuerwehrspezialisten am Wasser unter diesen Kräfte zehrenden Wetterbedingungen:“Das harte Training und die unzählig geleisteten Übungsstunden unserer freiwilligen Feuerwehren auf dem Wasser sind mit einem unfallfreien und professionell abgelaufenen Einsatz belohnt worden“.

Unter der Koordination der Schifffahrtsaufsicht Krems und in guter Zusammenarbeit mit den privaten Hilfsteams kann nun einer der längsten Feuerwehreinsätze der letzten Jahre auf der niederösterreichischen Donau in Kürze beendet werden.

Freiw. Feuerwehr Melk

Erster Teil des Berichtes hier auf Fire-World

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