Pakistan: Großfeuer in Elendsviertel -> Mindestens 27 tote Kinder und Frauen
Karachi (Pakistan): Bei einem Großbrand in einem Elendsviertel der größten pakistanischen Stadt Karachi sind mindestens 38 Menschen getötet worden. Wie Rettungskräfte mitteilten, starben in den Flammen alleine 15 Kinder und 12 Frauen.
Mindestens 25 Menschen seien verletzt worden, die Hälfte von ihnen habe schwere Verbrennungen erlitten. Das Feuer brach offenbar in einer der Hütten aus.
Der Großbrand brach den Angaben zufolge am Donnerstag, 8. Jänner 2009, kurz vor Mitternacht aus und überraschte viele Bewohner des Elendsviertels im Schlaf. Insgesamt 17 Hütten seien ein Raub der Flammen geworden, teilte der Gesundheitsminister der Provinz, Saghir Ahmed, am Freitag mit. Während einige Überlebende in Tränen ausbrachen, suchten andere in den Trümmern verzweifelt nach Angehörigen. „Das ist eine Katastrophe. Mein Leben ist zerstört“, sagte Mohammed Khan, der seine Frau und zwei Kinder bei dem Unglück verloren hat.
Das Feuer brach den Angaben zufolge offenbar in einer der Hütten aus und griff dann auf die anderen Behausungen über. Nach Angaben der Feuerwehr ist das Elendsviertel an drei Seiten von größeren Gebäude umgeben. Der einzige Fluchtweg sei durch die Flammen bald versperrt gewesen. Die Einsatzkräfte konnten den Brand erst nach mehreren Stunden unter Kontrolle bringen.
Der Großbrand in Karachi ist eine der tödlichsten Feuerkatastrophen der vergangenen Jahre in Pakistan. Im Dezember 2006 waren 22 Menschen gestorben, als bei einer Hochzeit in der zentralen Stadt Jhok Utra ein Feuer ausbrach.
