D: Todesopfer bei Brand in Wohnheim für seelisch Behinderte in Lüneburg

Lüneburg (Deutschland): Am Abend des 22. Jänner 2009 kam es aus bisher ungeklärter Ursache in einem Wohnheim für seelisch Behinderte in der Wichernstraße zu einem Brand. Ein 68-jähriger Bewohner konnte nur noch tot aus dem Gebäude geborgen werden.
Zeugen hatten das Feuer im ausgebauten Dachgeschoß des Hauses gegen 22.15 Uhr entdeckt und sofort Feuerwehr und Polizei informiert. Die Betreuerin, die sich im Haus aufhielt, hatte das Feuer ebenfalls bemerkt und informierte die Bewohner.

Durch die kurze Zeit später eintreffende Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte wurde das gesamte Haus evakuiert. Eine Bewohnerin einer Dachgeschoßwohnung hatte sich durch ein Fenster auf das Dach begeben und wurde mit Hilfe einer Leiter vom Dach gerettet. Eine weitere wurde aus ihrer Dachgeschoßwohnung durch die Feuerwehr mit einer Drehleiter aus ihrer Wohnung gerettet.

Insgesamt 42 Personen hielten sich zum Zeitpunkt des Brandes in dem Gebäude auf. 37 Personen wurden vorrübergehend in ein nahegelegenes Seniorenzentrum untergebracht. Drei Bewohner, die Betreuerin und ein Feuerwehrmann mußten mit Rauchgasvergiftung ins Städtische Klinikum gebracht werden. Ein 47-Jähriger wurde zunächst vermisst, aber später bei einem Bekannten angetroffen. Ein 68-Jähriger konnte nur noch tot aus dem Haus geborgen werden.

Das Dachgeschoß brannte vollständig aus. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen cirka 500.000 Euro. Die Feuerwehren Lüneburg Mitte und Süd waren mit 90 Kameraden im Einsatz. Insgesamt 15 Rettungswagen und der leitende Notarzt waren vor Ort. Zur Betreuung wurden zwei Notfallseelsorger informiert. Beamte der Verhandlungsgruppe der Polizei übernahm die Betreuung der evakuierten Bewohner.
