Technisch

Nö: Mega-Einsatz nach Unfall mit Lkw auf der A4 bei Bruck/Leitha

Bruck/Leitha (Nö): Zu einem „Mega-Einsatz“ wurde die Freiwillige Feuerwehr Bruck an der Leitha am Freitag, den 20. März 2009, um 21.10 Uhr auf der A4 Rifa Wien ca. km 29 alarmiert.

Aus noch unbekannter Ursache stieß ein Sattelkraftfahrzeug mit einem weiteren, aufgrund eines technischen Defekts am Pannenstreifen abgestellten, Sattelkraftfahrzeuges zusammen.
Die Folgen waren fatal. Menschlicher Schaden entstand glücklicherweise keiner.

Zum Unfallhergang kann nur soviel beschrieben werden, dass aus noch ungeklärter Ursache ein deutsches Sattelkraftfahrzeug vom ersten Fahrstreifen zu weit von diesem nach rechts abkam und in weiterer Folge vom Lenker noch versucht wurde, das Fahrzeug nach links auf den 1. Fahrstreifen zurück zu lenken. Dieses Manöver dürfte jedoch zu spät eingeleitet worden sein, sodass die rechte Seite des deutschen Schwerfahrzeuges die linke Seite des Sattelanhängers des seit einigen Stunden aufgrund eines technischen Gebrechens am Pannenstreifens abgestellten slowakischen Sattelkraftfahrzeuges nahezu bis zur Hälfte aufgerissen hat. Dieser war mit ca. 22 Tonnen Flachblechrollen beladen.

Am deutschen Sattelzugfahrzeug wurde dabei die rechte Seite der Vorderachse um ca. einen Meter nach hinten geschoben. Der rechte Tank schlug leck und das gesamte Fahrzeug kam erst im Straßengraben nach ca. 20m zum Stillstand. Im Tank befanden sich ca. 300 l Dieselöl, welches sich rund zur Hälfte oberflächlich am Erboden verteilte und in einer Fahrrinne des Begleitweges zur Autobahn rund 120m talwärts floss.
Von der Feuerwehr wurde nach Alarmierung und im Auftrag des Journaldienstes der Bezirkshauptmannschaft Bruck an der Leitha – namentlich Herr HR Dr. Steinhauser – der Dieseltank mit dem verbleibenden Dieselkraftstoff abgepumpt und das am Erdboden verteilte Dieselöl mittels Ölbindemittel gebunden. Weiters wurde im Auftrag der Behörde ein Abgraben und Entsorgen des kontaminierten Erdreiches veranlasst, welches durch eine Spezialfirma durchgeführt wurde. Das Abtragen des Erdreiches wurde unter Aufsicht des Herrn Amtssachverständigen Ing. Hrobsky von der technischen Gewässeraufsicht der BH Mödling bewerkstelligt. Hierbei stellte sich heraus, dass aufgrund der Durchnässung des Bodens und des ursprünglichen Bodenaufbaues eine Versickerung des Dieselöls nicht zustande kam und so gut wie kein Schadstoff eine Umweltgefährdung darstellte.

So wurde mit rund 20m³ Erdreich das gesamte Medium aufgenommen und einer fachgerechten Entsorgung zugeführt. Neben der Durchführung des Schadstoffeinsatzes wurden die zur Unterstützung angeforderten Privatfirmen durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bruck an der Leitha personell und mit Beistellung von technischem Gerät verstärkt. Die Bergung und Abschleppung der verunglückten Schwerfahrzeuge wurde durch eine Privatfirma durchgeführt.

Während der Bergung des ersten Schwerfahrzeuges war die Autobahn von ca. 21.00 Uhr bis ca. 02.00 Uhr erschwert passierbar. Von ca. 02.00 bis ca. 05.15 Uhr war für die Bergung des im Straßengrabens befindlichen Sattelkraftfahrzeuges eine Totalsperre der gesamten Richtungsfahrbahn erforderlich. Nach Abschluss der Bergungsarbeiten wurden in Absprache und Zusammenarbeit mit der ASFINAG alle Verkehrswege freigemacht.
Einsatzende: Samstag, 21. März 2009 – 06:10 Uhr

Eingesetzte Kräfte:
Freiwillige Feuerwehr Bruck an der Leitha: 1 SRF, 1 RLF-A 2000, 2 KDOF, 1 VF, 16 Mann
Einsatzleiter: HBI Claus Wimmer
Exekutive: API Schwechat, PI Bruck an der Leitha, PI Stixneusiedl
Straßendienst: ASFINAG Schwechat unter Autobahn- und Straßenmeister Rössgen
Behörde: BH Bruck an der Leitha, HR Dr. Steinhauser, Technische Gewässeraufsicht der BH Mödling, Herr Ing. Hrobsky

Ein Dankeschön von der Freiwilligen Feuerwehr Bruck an der Leitha gilt allen eingesetzten Kräften sowie den raschen und unbürokratischen persönlichen Einsatz des techn. ASV Herrn Ing. Hrobsky für den stundenlangen Einsatz bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt bei recht heftigem Wind.

Freiw. Feuerwehr Bruck an der Leitha

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