Brand

D: Großfeuer in Wischhafen -> 50 Jungrinder während Brand hinausgelockt

Wischhafen (Deutschland): Am späten Abend des 27. März 2009 wurde von Besitzern eines landwirtschaftlichen Anwesens in Wischhafen in der Straße Hollerdeich gegen 21.45 Uhr in einer ihrer Scheunen ein Feuer entdeckt. Sofort alarmierten sie die Feuerwehr…

… und konnten noch ca. 10 Pferde aus dem betroffenen Stall ins Freie lassen. Als die Feuerwehr Wischhafen bereits nach ca. 5 Minuten mit dem ersten Fahrzeug am Brandort eintraf, brannte das Dach der ca. 60 x 20 m großen Scheune bereits lichterloh. Kurze Zeit später verpuffte offenbar der Rest einer Säure, die zum Konservieren von Weizen benötigt wird, als ein Plastiktank von den Flammen erreicht wurde.

Durch die enorme Hitzeeinwirkung und die meterhohen Flammen konnten die Feuerwehrleute nicht mehr in das Gebäude eindringen und weitere Tiere retten, von den ca. 55 Jungrindern in dem Stallgebäude sind vermutlich fast 50 in dem Flammen umgekommen.

Insgesamt waren ca. 150 Feuerwehrleute aus den Ortswehren Wischhafen, Freiburg, Krummendeich, Oederquart, Balje und Hörne eingesetzt und konnten nur den Brand von Außen bekämpfen und ein Übergreifen auf ein unmittelbar daneben stehendes Gebäude verhindern. Die freigelassenen Pferde konnten zwischenzeitlich durch Anwohner und Feuerwehrkräfte wieder auf eine Weide getrieben bzw. auf einem Anhänger eingefangen werden.

Die Scheune, die neben der Nutzung als Stallung auch als Lager für ca. 200 Tonnen Weizen, mehrere tausend Pressballen Heu, als Unterstand für mehrere Anhänger genutzt wurde sowie mit einer neuen Getreideförderanlage ausgerüstet war, brannte bei dem Feuer völlig aus.
Der Gesamtschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen von Polizei und Feuerwehr auf mindestens 600.000 Euro belaufen. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an. Eventuell müssen noch Teile des Gebäudes eingerissen werden, um den Brand komplett löschen zu können.

Verletzt wurde bei dem Brand und den Löscharbeiten niemand, die vorsorglich alarmierte DRK-Bereitschaft, die mit 12 Einsatzkräften und mehreren Rettungswagen vor Ort war, brauchte bisher nicht eingreifen. Die Messgruppe des Umweltzuges des Landkreises Stade rückte an, um evtl. Schadstoffe nach der Verpuffung der Säure in der Luft und im Grundwasser zu messen.

Das Ergebnis steht zur Zeit zwar noch nicht fest, es wird aber davon ausgegangen, dass aufgrund der geringen Menge keine Gefahr für die Einsatzkräfte und Anwohner bestanden hat. Genaue Ermittlungen zur Brandursache können erst Anfang der nächsten Woche von den Spezialisten der Polizeiinspektion Stade aufgenommen werden, wenn die Brandstelle komplett gelöscht und ausgekühlt ist.

UPDATE PER 20.30 Uhr:
Entgegen der Annahme von Polizei und Feuerwehr sind bei dem Großbrand nun doch nicht 50 Jungrinder ums Leben gekommmen. Als die Feuerwehr das in Vollbrand stehende Gebäude soweit gelöscht hatte, dass Feuerwehrleute und Anwohner an die in dem Gebäude befindlichen Stallungen herankamen, gelang es ihnen, die Jungrinder noch lebend aus dem Gebäude zu locken und auf eine Weide zu treiben. Die Pferde waren noch am Abend von den Eigentümer herausgelassen und später wieder eingefangen worden. Nach bisheringen Erkenntnisssen haben demnach alle Tiere das Großfeuer durch Glück im Unglück überlebt.

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