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Kalifornien: Feuerwehr bekommt Brände nicht in den Griff

Kalifornien (USA): Die kalifornische Feuerwehr bekommt das seit Tagen wütende Großfeuer im Küstengebiet um Santa Barbara nicht in den Griff: Das Ausmaß der Brände verdoppelte sich, erst in der Nacht sorgten nachlassender Wind und leichter Regen für etwas Erleichterung. Neben den mehr als 30.000 Menschen, die bereits ihre Häuser verlassen mussten, sollten sich weitere 23.000 Anwohner auf ihre Evakuierung vorbereiten.

Nach Angaben des Feuerwehrchefs von Santa Barbara, Andy Dimizio, ist inzwischen der ganze Ort von den Bränden betroffen. Wer sein Haus nicht verlassen musste, habe weniger Glückliche bei sich aufgenommen, sagte er. Laut den Medien musste auch TV-Talkmasterin Oprah Winfrey ihre Koffer packen und ihre 50 Millionen Dollar teure Villa in der Enklave Montecito verlassen.

Trotz eines Großeinsatzes von 3500 Feuerwehrkräften waren bis Freitagabend (Ortszeit – 8. Mai 2009) erst zehn Prozent der Brände eingedämmt. 80 Häuser wurden bisher zum Raub der Flammen, 3500 Hektar Land verwüstet. Vielen Brandbekämpfern steckte noch die Nacht zuvor in den Knochen, als die Flammen zeitweise völlig außer Kontrolle gerieten und auf das Zentrum von Santa Barbara zurasten. „Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals dieses Klischee benutzen würde, aber vergangene Nacht brach die Hölle los“, sagte Feuerwehrchef Dimizio.

Trotz der günstigeren Wetterbedingungen wollte Bezirks-Feuerwehrchef Tom Franklin keine Entwarnung geben: „So unvorhersehbar das Wetter ist, so unvorhersehbar ist auch das Feuer,“ sagte er. Er drängte die Bewohner von gefährdeten Häusern, den Evakuierungsaufforderungen zügig zu folgen.

Die Kalifornier sind an Waldbrände gewöhnt. Ungewöhnlich trockene Winter und der Immobilienboom der letzten Jahre verschärften jedoch das Problem: Wohngebiete breiteten sich immer tiefer ins Buschland aus, Neubauten wurden gefährlich nahe an den Trockenwäldern errichtet und sind nun regelmäßig von den Bränden bedroht.

Yahoo News

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