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Oö: Branddienstübung im Biomasseheizwerk in Hartheim

Alkoven (Oö): „Brand im Biomasseheizwerk in Hartheim, eine Person im Gebäude vermisst“ – so stellte sich am Abend des 7. Mai 2009 die Ausgangslage für die beiden Alkovener Feuerwehren anlässlich einer Übung dar. Sinn und Zweck war es nicht nur, den Atemschutzgeräteträgern eine praxisnahe Schulung anzubieten, sondern auch die Räumlichkeiten kennen zu lernen.

Schwierige Lage des Opfers: Im verqualmten Objekt ging es darum, eine vermisste Person zu finden. Neben der Lokalisierung des Bewusstlosen war vor allem dessen Bergung eines Herausforderung, denn das Opfer lag in rund vier Meter Höhe auf einem der beiden Öfen und die Fläche ist lediglich per Leiter erreichbar. Ein Szenario, welches nicht praxisfremd ist.

Der Betreuer der Anlage, der Zugskommandant 1 der FF Alkoven, ist des häufig exakt in diesem Bereich mit Reinigungsarbeiten beschäftigt. Aufgrund der vorherrschenden Hitze und der Örtlichkeit wäre eine Rettung aus diesem Bereich im Fall des Falles die wahrscheinlichste Aufgabe der Feuerwehrleute.

Mehrere Problemlösungsmöglichkeiten: Interessant war es auch, auszuloten, welche Variante die eingeteilten Einsatzkräfte wählen würden. Schlussendlich führen nicht nur mehrere Wege nach Rom, sondern oft auch mehrere Wege zum Einsatzerfolg. Die eingeteilten Atemschutzgeräteträger entschlossen sich für eine Bergung per Bergetuch und Schulterung.

Auch mit der Übungspuppe eine körperliche Herausforderung. Besprochen wurde im Anschluss auch eine weitere Variante, welche sich in Richtung Rauchfreimachung durch ein Belüftungsgerät (Hochleistungslüfter) und anschließender Rettung durch die normale Feuerwehrmannschaft sowie durch Abseilen richtete. Aufgrund zahlreicher Staubablagerungen im Heizraum wäre jedoch der Einsatz eines Lüfters im Ernstfall nicht ganz unproblematisch (Möglichkeit der Staubexplosion).

Weitere Kräfte der Feuerwehren Alkoven und Polsing wurden außerhalb des Gebäudes mit den Aufgaben der Wasserversorgung bzw. mit einer fiktiven Brandbekämpfung über die Teleskopmastbühne beauftragt. Nach rund einer Stunde war die abendliche Einsatzübung abgeschlossen.

Neue Kennzeichnungen erprobt: Erstmals zum Einsatz kamen bei dieser Übung auch die neuen Kennzeichnungen von Texport (Modell Irndorf) für Sonderfunktionen. Vor allem der Großbrand im Februar, aber auch schon vorangehende Großereignisse wie das Hochwasser zeigten, dass diese durchaus von Nutzen wären. Nach dieser Beschaffung gibt es bei der FF Alkoven nunmehr Kennzeichnungen für „Wasserförderung“ „Atemschutz“ sowie „Abschnitt 1“ bis „Abschnitt 4“.

Diese sollen es nicht nur der eigenen Mannschaft erleichtern, entsprechend eingeteilte Funktionäre zu erkennen, sondern auch auswärtigen Hilfskräften eine Erleichterung bringen, bestimmte Personen oder Abschnittsleiter zu finden, ohne diese persönlich kennen zu müssen.

Freiw. Feuerwehr Alkoven

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