D: Laube brannte in voller Ausdehnung – Übergreifen auf Wohnhaus verhindert

Herdecke (Deutschland): Heller Flammenschein wies am frühen Sonntagmorgen, 24. Mai 2009, der Herdecker Feuerwehr den Weg nach Kirchende. Ein Laubenbrand wurde gegen 0:23 Uhr aus dem Westender Weg gemeldet. Bei Eintreffen brannte die 25 m² große Laube, direkt hinter einem Mehrfamilienhaus, in voller Ausdehnung.
Das Feuer hatte bereits auf mehrere Bäume übergegriffen. Die Wärmestrahlung gefährdete zudem das Wohnhaus. Einsatzleiter Stephan Schubbert war mit seinem Team bereits nach sieben Minuten vor Ort. Schnell war nach einer gezielten Befragung klar, dass keine Menschen mehr in der Laube waren. Schubbert ließ sofort eine Riegelstellung zum Wohnhaus aufbauen und ein Trupp ging zur Brandbekämpfung vor. Durch das gezielte Eingreifen der Blauröcke bestand nach kurzer Zeit keine Gefahr mehr für das Wohnhaus.
Da sich in der Laube noch mehrere Gasflaschen befanden, bestand für die vorgehenden Trupps ein großes Risiko. Daher konnte nur aus der größtmöglichen Deckung unter Atemschutz gelöscht werden. Die beaufschlagten Gasflaschen mussten mehrere Stunden mit einem C-Rohr gekühlt werden: Es bestand die Gefahr eines Druckgefäßzerknalls. „Für die umliegenden Bewohner bestand keine Gefahr. Die waren in ihren Wohnungen sicher“, so ein Feuerwehrsprecher. Trotz intensiver Bemühungen der Blauröcke brannte die Laube bis auf die Grundmauern nieder.

Der 51- jährige Eigentümer wurde mit einem schweren Schock in das Herdecker Krankenhaus eingeliefert. Ein 27- jähriger Feuerwehrmann verletzte sich ebenfalls leicht und wurde auch in das Krankenhaus eingeliefert. Schubbert lobt das Verhalten des Eigentümers: „Er wies die Einsatzkräfte ein und machte auf die Gefahr der Gasflaschen direkt aufmerksam“.

Insgesamt waren zwanzig Einsatzkräfte mit einem Löschzug für den Mittelbrand im Einsatz. Weiterhin waren ein Rettungswagen der Johanniter sowie ein Krankentransportwagen vor Ort. Der Einsatz war erst in den frühen Morgenstunden beendet. Die Schutzpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Ursache und Höhe des Sachschadens können derzeit keine angaben gemacht werden.
