Oö: WLA und FLA Gold 2009 in Linz

Linz (Oö): Zwei Königsdisziplinen standen am Freitag, dem 5. Juni 2009 in der Oö. Landes-Feuerwehrschule sowie auf der Donau in Linz auf dem Programm.
Einerseits traten rund 50 Mitglieder aus den Feuerwehren für das Wasserwehrleistungsabzeichen in Gold an. Dabei handelt es sich um eines jener Abzeichen, das sowohl hinsichtlich Geschicklichkeit und Ausdauer enorm viel von den Teilnehmern abverlangt. Müssen in der ersten Phase „nur“ die verschiedensten, im Wasserdienst gebräuchlichen Knoten korrekt angefertigt und eine Auswahl aus 300 feuerwehrspezifischen Fragen beantwortet werden, geht es in der Praxis auf die Donau.

Dort muss innerhalb einer vorgegebenen Zeitgrenze eine mit verschiedenen Aufgaben bestückte Strecke möglichst fehlerfrei bewältigt werden. Beginnend mit dem Stechen am Ufer stromaufwärts, muss ein Holzkegel – der eine Person im Hochwassereinsatz simuliert, rechtzeitig und rasch aufgenommen werden. Nächstes Hindernis sind zwei Bojen, die passiert, aber nicht berührt werden dürfen (in der Praxis z.B. eine schmale Brücke). Ebenso muss auch das richtige Anlegen unter Beweis gestellt werden. Nach dem Paddeln stromabwärts gilt es noch eine Boje korrekt und berührungsfrei zu passieren, um schlussendlich wieder Richtung Start / Ziel zu stechen.
Meisterklasse: In der zweiten Kategorie, der so genannten Meisterklasse, treten die Teilnehmer in einem zeitlichen Bewerb gegeneinander an. Die Feuerwehrleute dieser Klasse sind bereits im Besitz des goldenen Leistungsabzeichens und kämpfen „nur“ noch – bei den gleichen Aufgaben – um die beste Zeit gegeneinander an. Eine enorm kraftraubende Herausforderung. Hier gingen nochmals rund 50 an den Start.
Feuerwehrmatura: Der zweite Bewerb war eher theoretisch orientiert. Dort ging es um die sog. Feuerwehrmatura. Rund 170 Feuerwehrkräfte traten um das begehrte „Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold“ an. Dabei geht es, sein fachliches Wissen im Feuerwehrdienst unter Beweis zu stellen.
In acht Stationen müssen die Teilnehmer dabei ihre Kenntnisse anhand des richtigen Lösens einer taktischen Aufgabe (Lösen eines theoretischen Einsatzszenarios inklusive den zugehörigen Verwaltungstechnischen Aufgaben wie z.B. dem Einsatzbericht, Einsatzmeldung usw.), dem korrekten Befehligen einer Gruppe (Marschieren), dem Berechnen des Löschmittelbedarfes (z.B. wie viel Schaummittel bei einem vorliegenden Kellerbrand benötigt wird), der Löschwasserförderung über lange Wegstrecken (wo sind z.B. im Gelände Pumpen zu setzen, um die Löschwasserförderung korrekt und in voller Menge aufrecht zu erhalten), der Erläuterung eines Brandschutzplanes (für Betriebe) sowie die Beantwortung von jeweils 5 aus 100 Fragen in den Bereichen organisatorisches, taktisches und fachspezifisches Feuerwehrwesen unter Beweis stellen.
Die Ergebnisse sind am Abend unter http://www.ooelfv.at zu finden.
