Stmk: FF Mooskirchen bei den Texport Action Days 2009
Mooskirchen (Stmk): Einer Einladung der Firma Texpport folgten am 29. Mai 2009 die Mooskirchner Kameraden LM Stefan Hojnik und LM Wolfgang Herunter und nahmen an den Texport Action Days in Edlitz (NÖ) teil. Diese Veranstaltung wird vom Salzburger Schutzbekleidungshersteller Texport in Zusammenarbeit mit dem deutschen Heißausbildungsspezialisten FeuReX zweimal pro Jahr in Österreich durchgeführt.
Diese Veranstaltung bestand aus zwei Teilen, wobei im ersten Teil in mehreren Theorievorträgen interessante Informationen zu den Themen Schutzausrüstung und Innenangriff vermittelt wurden. Die Verantwortlichen der Firmen Texport und Gore Tex gingen in ihren Vorträgen auf die Anforderungen an moderne Feuerwehr Schutzbekleidung, den Aufbau der Schutzausrüstung und die Funktionen der einzelnen Komponenten wie Oberstoff und Klimamembran ein. Die Trainer von Feurex informierten danach über Taktiken und Vorgehensweisen bei Innenangriff und Flash Over und erläuterten auch die Grundlagen der Strahlrohrführung.
Nach der Mittagspause folgte der wohl interessanteste Teil dieses Tages, der Praxisteil mit Strahlrohrtraining und einem Durchgang in der dreiteiligen mobilen Wärmegewöhnungsanlage von Feurex.

Beim Strahlrohrtraining galt es den richtigen Umgang mit dem Hohlstrahlrohr, das Eindringen und Vorgehen in einen Brandraum mit Flash-Over Gefahr sowie das Blocken eines Flash-Overs zu erlernen. Danach wurde es in der Wärmegewöhnungsanlage richtig heiß. Die Wärmegewöhnungsanlage bestand aus drei Containern, die in verschiedene Temperaturbereiche unterteilt war, wobei in jedem Container unterschiedliche Übungsaufgaben unter realitätsnahen Bedingungen zu bewältigen waren. Im ersten Container – Temperatur auf Höhe des Türgriffes ca. 100°C – war ein Hindernissparcour zu bewältigen, gefolgt von Container zwei – Temperatur auf Höhe des Türgriffes ca. 150°C – in dem eine vermisste Person gesucht werden musste. Nach erfolgreicher Personensuche ging es ab in den dritten Container, zum eigentlichen Brandherd.

Hier herrschten auf Höhe des Türgriffs Temperaturen von mehr als 200°C. In diesem heißesten Teil der Anlage war es nun möglich die persönlichen Grenzen, die Grenzen der Schutzausrüstung, sowie den Effekt der falschen Löschtechnik, dh. zu viel Wasser in den Brandherd einzubringen, kenne zu lernen. Ebenfalls wurde den Teilnehmern der Effekt der richtigen Löschtechnik und das richtige Verhalten bei einer möglichen Rauchgas-Durchzündung gezeigt.
