Oö: 360 kg Ölbindemittel nach Riss des Lkw-Hydrauliktanks verbraucht
Bad Ischl (Oö): Mittwoch, 10. Juni 2009. Um 13.02 Uhr meldete eine Sektorstreife der Polizeiinspektion Bad Ischl in der Zeugstätte der HFW Bad Ischl telefonisch eine ca. 800 m lange Ölspur auf der B 145, Höhe Baumit in Richtung Mitterweißenbach.
Da sich gerade zufällig ein Kamerad in der Zeugstätte befand, alarmierte dieser den 2. Bereitschaftszug der FF Bad Ischl sowie die ortszuständige FF Mitterweißenbach.
Gegen 12 Uhr riss sich ein Lkw seinen Hydrauliköltank auf, bemerkte dies jedoch gleich, konnte aber erst nach 400 m in einer Ausweiche stehen bleiben. Das Öl wurde durch den Verkehr noch mehr verteilt, sodass sich die Ölspur weiter ausbreitete. Bereits nach wenigen Minuten konnten die alarmierten Wehren mit 3 Einsatzfahrzeugen zum Einsatzort ausrücken. Die Kameraden der FF Bad Ischl begannen in Fahrtrichtung Ebensee bzw. die FF Mitterweißenbach in Fahrtrichtung Bad Ischl, die ausgetretene Flüssigkeit zu binden.

Zur weiteren Unterstützung der Einsatzkräfte wurde von „Florian Bad Ischl“ die Kehrmaschine des Wirtschaftshofes der Stadtgemeinde Bad Ischl gerufen. Von der Polizeiinspektion Bad Ischl wurde in der Zwischenzeit die Abteilung der Wasserrechtsbehörde der Bezirkshauptmannschaft Gmunden hinzugerufen, da auch Hydrauliköl in das Erdreich gelangt war und somit Schädigung der Umwelt nicht ausgeschlossen werden konnte. Ebenfalls wurde die Straßenmeisterei Bad Ischl verständigt, welche den betroffenen Streckenteil entsprechend StvO absicherte. Da die Treibstoffspur nicht nur lang, sondern auch teilweiße bis zu 1,5 m breit war, wurde auf Anforderung des Einsatzleiters HBI Christian Pernecker von der Straßenmeisterei eine Geschwindigkeitsbegrenzung aufgestellt, damit es zu keinen Folgeunfällen kommen kann, da die Straße verständlicherweise noch immer etwas rutschig blieb. Trotz des massiven Aufbringens von Ölbindemittel.
Da bereits Hydrauliköl ins Erdreich gelangt war, musste mittels eines Baggers der Firma des Unfalllenkers 8 m³ des Erdreiches abgegraben werden. Für den Einsatz mussten insgesamt 360 kg Ölbindemittel aufgetragen werden. Erst um 14.35 Uhr konnte der Einsatz schließlich beendet werden.
