Bayern: Schwere Unwetter mit Überschwemmungen in Südbayern
Bayern: Sturzregen und anhaltende Niederschläge haben am Wochenende in Südbayern vielerorts die Rettungskräfte in Atem gehalten. In Wielenbach in Oberbayern wurde am Samstagabend, dem 27. Juni 2009, sogar Katastrophenalarm ausgelöst, da drei Regenrückhaltebecken überzulaufen drohten.
In den Landkreisen Passau, Rosenheim, Weilheim-Schongau, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg und Landsberg wurden mehrere Straßen wurden überflutet und liefen zahlreiche Keller voll.
In Passau führte der Regen zu einem Kabelbrand in einem Hotel, da Wasser in den Stromverteilerkasten eindrang. Es breiteten sich giftige Rauchschwaden im Gebäude aus und aktivierten gegen 5.40 Uhr am Sonntagmorgen einen Alarmsensor. Alle 85 Gäste wurden unverletzt aus den 49 Zimmern geborgen, wie die Polizei mitteilte. Der eigentliche Brand konnte schnell gelöscht werden.
Hotelbesitzer Johann Krumesz sagte, er sei froh, dass keine Menschen zu Schaden gekommen seien. Die Gäste wurden in zwei anderen Hotels untergebracht, konnten aber bereits am Sonntagvormittag zurückkehren und ihr Gepäck holen. Der Sachschaden wurde auf 20 000 Euro geschätzt.
Die Feuerwehr in Passau war in der Nacht zum Sonntag im Dauereinsatz, um Keller leer zu pumpen. Ebenso erging es den Helfern in weiten Teilen Oberbayerns. In Holzkirchen und Wolfratshausen liefen Dutzende Keller voll. Verletzte gab es nach Informationen der Polizei aber nicht zu beklagen.
Besonders heftig erwischte es die Bundesstraße 17 bei Landsberg am Lech und die B 471 am Ammersee. Hier standen die Fahrbahnen zum Teil unter Wasser. In Wielenbach wurde der Katastrophenalarm nach rund wie Stunden wieder aufgehoben, da sich die Lage an den Rückhaltebecken entspannte.
