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D: Wohnhausbrand von Unna mit 5 Toten -> Brandursache noch unklar

Unna (Deutschland): Die Identifizierung der Toten nach dem verheerenden Hausbrand in Unna in der Weihnachtsnacht macht Fortschritte. Bei der noch laufenden Obduktion der insgesamt fünf Leichen «sind wir ein gutes Stück weitergekommen», sagte am 26.12.2009 die Dortmunder Staatsanwältin Ina Holznagel.

Immer noch weitgehend unklar sei die Ursache für das Feuer, das sich am Freitagmorgen, 25. Dezember 2009, mit großer Geschwindigkeit durch das Einfamilienhaus gefressen hat und bei dem zwei weitere Hausbewohner lebensgefährlich verletzt worden waren. «Mit Vorsicht» könne man sagen, dass nichts für eine Brandstiftung spreche, erklärte Holznagel.

Während der schwer verletzte 56-jährige Familienvater, der noch die Feuerwehr über Handy hatte rufen können, im Krankenhaus auf dem Weg der Besserung sei, schwebe eine Frau weiterhin mit schwersten Brandverletzungen im Gesicht in Lebensgefahr. Weitere Einzelheiten zum Stand der Ermittlungen wollen Polizei und Staatsanwaltschaft am Nachmittag auf einer Pressekonferenz in Unna bekanntgeben.
Am Samstag hatten die Ermittler ihre Suche nach weiteren Toten in den Trümmern des ausgebrannten Hauses eingestellt. Zunächst hatte die Polizei vermutet, dass noch zwei Besucher am Heiligabend bei der Familie zu Gast gewesen waren.

Vermutlich gehörten alle Opfer zur selben Familie, die am Abend vorher zur Weihnachtsfeier zusammen gekommen war. In dem Haus lebten drei Generationen der Jahrgänge 1928 bis 1990, sagte Landrat Michael Makiolla. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf (FDP) hatte sich am Freitag vor Ort ein Bild über das Unglück verschafft. «Mein Mitgefühl gilt den Opfern, Angehörigen und Freunden der Familie», sagte Wolf anschließend. Er dankte den Einsatzkräften für ihre «gute, schnelle und professionelle Arbeit». Auch NRW- Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) war nach Angaben eines Sprechers «tief betroffen». Er sprach den Angehörigen sein Beilied aus.

Das Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung hat einen Anbau. Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer möglicherweise dort aus und griff dann auf das Haupthaus über. Der Alarm bei der Feuerwehr ging gegen 4.40 Uhr ein. Sieben Minuten später waren die ersten Löschfahrzeuge am Brandort. Zwei leblose Bewohner wurden sofort geborgen. Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos. Die drei anderen Leichen wurden erst Stunden später in den Trümmern gefunden.

Zwei Autos, die vor dem Haus abgestellt waren, wurden zerstört. Ein weiterer Wagen, der neben dem Haus stand, wurde stark beschädigt. Vier Löschzüge mit rund 95 Feuerwehrleuten waren im Einsatz. Hinzu kamen mehr als 20 weitere Rettungskräfte.

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