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Ktn: Flammendes Inferno in Ebenthal -> 2 Betriebe brannten -> 1 Mio. Schaden

Ebenthal (Ktn): Die Bewohner von Ebenthal und der benachbarten Landeshauptstadt wurden am Donnerstag, 16. Juli 2009, durch Sirenengeheul aufgeschreckt. Es wurde Großalarm gegeben, zwei Industriebetriebe stehen in Flammen. Es herrscht zudem akute Explosionsgefahr.

Zwei Industriebetriebe stehen in Flammen: In n Ebenthal bei Klagenfurt ist am Donnerstag kurz vor 6.00 Uhr beim Rollladenhersteller Gatternig ein Großbrand ausgebrochen. Die Produktionshalle ist großteils niedergebrannt. Die Flammen haben inzwischen auch auf den benachbarten Metallbaubetrieb Lessjak übergegriffen. In den beiden Betrieben sind 40 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Rauchsäule war mehrere hundert Meter hoch und in ganz Klagenfurt zu sehen. 150 Feuerwehrleute stehen nach wie vor im Einsatz. Es herrsche zudem akute Explosionsgefahr, weil in einer der Hallen Gasflaschen gelagert seien, schilderte Abschnittsfeuerwehr-Kommandant Josef Matschnig, der den Einsatz leitet.

Es herrscht akute Explosionsgefahr: „Der Einsatz ist auch deshalb so gefährlich, weil in der Halle Kunststoffe erzeugt werden und gelagert sind. Das bedeutet starke Rauchentwicklung und giftige Dämpfe und Gase, welche die Einsatzkräfte gefährden. Der Einsatz ist daher nur mit schwerem Atemschutz zu bewältigen.“

Die Halle sei nicht mehr zu retten, sagte Matschnig. Man könne auch nicht ins Innere der Gebäude vordringen, wo Propangas- und Acetylengasflaschen gelagert sind. „Drei Flaschen sind bereits explodiert. Das ist ein flammendes Inferno.“

Wassermangel erschwert die Löscharbeiten: Die Feuerwehren versuchen, mit einem umfassenden Außenangriff und mit Wasserwerfern die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. Erschwerend kommt akuter Wassermangel hinzu, denn laut Matschnig würden sich im Einsatzgebiet zu wenige Hydranten befinden.

Es wurden daher Einsatzkräfte aus der Stadt Klagenfurt angefordert, die unter anderem mit einem 30.000-Liter-Tankwagen im Einsatz stehen. Der Löscheinsatz ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Polizei ersucht die Autofahrer, das Gebiet um den Brandherd zu meiden und besonders vorsichtig zu fahren. Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt, die Schadenshöhe kann noch nicht abgeschätzt werden.

UPDATE:

Eine Million Euro Schaden nach Großbrand:Nach wie vor ungeklärt ist die Ursache für den Großbrand in Ebenthal, bei dem am Donnerstag in der Früh die Produktionshallen zweier Firmen nahezu völlig zerstört worden sind. Die Schadenshöhe dürfte bei etwa einer Million Euro liegen. Es war noch dunkel, als die Bewohner von Ebenthal und der benachbarten Landeshauptstadt am Donnerstagmorgen durch Sirenengeheul aufgeschreckt
wurden. Wenig später war eine hunderte Meter hohe Rauchsäule über dem Industriepark in Ebenthal in ganz Klagenfurt zu sehen. Ein Feuer, das kurz vor 5.00 Uhr in der Produktionshalle eines Rollladen-Herstellers ausgebrochen war, hatte sich explosionsartig ausgebreitet. Der Firmeninhaber, der direkt am Fabriksgelände wohnt, hatte die Feuerwehr alarmiert und versucht, das Feuer mit einem Handfeuerlöscher einzudämmen. Dabei erlitt er eine Rauchgasvergiftung, er musste später ins Krankenhaus
gebracht werden.

Gelagerte Gasflaschen explodierten: Das Feuer breitete sich deshalb so rasch aus, weil in der Halle brennbare Kunststoffe und Gasflaschen gelagert waren, die zum Teil explodierten. Die Feuerwehr löste Abschnittsalarm aus, insgesamt standen 150 Mann im Löscheinsatz. Bis gegen 7.00 Uhr konnten jene Gasflaschen, die noch nicht explodiert waren, geborgen und gekühlt werden.

Produktionshallen wurden vollständig zerstört: Trotzdem war die Halle nicht mehr zu retten. Die Flammen griffen wenig später auch auf die angrenzende Produktionsstätte eines metallverarbeitenden Betriebes über, auch diese wurde großteils vernichtet. Trotz der starken Rauchentwicklung habe laut Landeschemiker Johannes Striedner keine Gefährdung der Umwelt bestanden. Es seien keine erhöhten Schadstoffwerte gemessen worden. Nur in unmittelbarer Nähe des Brandherdes hätte es eine Beeinträchtigung durch die Rauchgasentwicklung gegeben, sagte der Landeschemiker.
In den beiden betroffenen Betrieben sind insgesamt 35 Mitarbeiter beschäftigt, sie stehen jetzt nach dem Brand unter Schock. So auch Arnold Matschek, einer der 25 Mitarbeiter des metallverarbeitenden Betriebes. „Wenn man in der Früh zur Arbeit fährt und dann die Arbeitsstätte plötzlich nicht mehr da ist, macht man sich natürlich Gedanken darüber, wie es weitergehen wird. Es sind einfach noch zu viele Fragen offen. Warten wir ab, was die Ermittlungen ergeben werden und dann werden wir weitersehen. Laut ersten Aussagen des Firmeninhabers werde es in jedem Fall weitergehen. Aufträge seien vorhanden, jetzt werde man zwei Tage nachdenken, dann müssen wieder von vorne mit der Arbeit begonnen werden, sagte der Unternehmer. Am Brandherd begannen die Experten der Polizei bereits am Vormittag mit ihren Ermittlungen. Bis dato gebe es allerdings noch keine Ergebnisse, sagte Christian Martinz vom Landeskriminalamt Kärnten. „Wir stehen erst am Beginn der Ermittlungen. Das Objekt ist ja noch nicht begehbar. Im Laufe des Nachmittags kommen dann Kriminaltechniker aus Wien, die uns behilflich sein werden, die Brandursache zu klären. In den Mittagsstunden war das Feuer nahezu eingedämmt. Von den 13 Feuerwehren standen nur mehr zwei im Einsatz, um die immer wieder aufflammenden Glutnester einzudämmen und Brandwache zu halten.

ORF Kärnten
Freiw. Feuerwehr Haidach

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