Sbg: Großeinsatz nach Hagelsturm im Flachgau
Flachgau (Sbg): Am Freitag, dem 24. Juli 2009, wurden die enormen Schäden, die das gestrige Unwetter angerichtet hat, erst deutlich sichtbar. Zahllose Dächer wurden zum Teil schwer beschädigt. Die Feuerwehr steht seit Donnerstag 20.00 Uhr im Dauereinsatz.

Ein Ende der Einsätze ist nicht abzusehen. Inzwischen kündigt sich für die kommende Nacht erneut ein Problem an: Die Wetterberichte sprechen wieder von Starkregen! Bei der Lagebesprechung des Krisenstabes am heutigen Nachmittag wurde von 300 gemeldeten Schadobjekten berichtet. 15% der Einsätze waren bis zu diesem Zeitpunkt abgearbeitet. Landesrat Sepp Eisl, Katastrophenschutzreferent Mag.Dr. Wolfram Köstler machten sich ein Bild von der aktuellen Situation. Unter der Leitung des Einsatzleiters der Feuerwehr Bezirkskommandant Oberbrandrat Hermann Kobler wurde die weitere Vorgangsweise besprochen.
Insgesamt standen heute 583 Feuerwehrleute mit 89 Fahrzeugen, davon 11 Drehleitern bzw. Hebebühnen, im Einsatz. Die Feuerwehren rückten aus fast dem ganzen Bundesland und dem benachbarten Bayern zu Hilfe. Mehrere Katastrophenzüge aus dem Pongau und Tennengau sowie die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Salzburg unterstützten die Kräfte vor Ort. Außerdem wurde das Bundesheer zur Unterstützung angefordert. Kurzfristig entstand am Vormittag ein Engpass an Folien zur Abdichtung der Dächer. Der Verbrauch war aufgrund der zahlreichen Einsatzobjekte enorm.
Der Einsatz wird nunmehr bis in die Abendstunden fortgesetzt. Mit Einbruch der Dunkelheit werden die Arbeiten bis morgen früh unterbrochen und am morgigen Samstag unvermindert fortgesetzt. Voraussichtlich werden zusätzliche Kräfte aus dem Pinzgau, dem Pongau und dem Lungau eintreffen. Außerdem wurden Spezialkräfte des „Team Österreich“ mobilisiert. Trotz der enormen Bemühungen der Einsatzkräfte bleibt für viele Geschädigten ein weiteres großes Problem. Wer nicht versichert war, dürfte seinen Schaden wohl kaum ersetzt bekommen.
