Oö: Einsatztag der Feuerwehrjugend St. Georgen/Gusen
St. Georgen/Gusen (Oö): Am 01. August 2009 war es soweit. Nach mehrtägiger Planung veranstaltete die FF-Jugend St. Georgen ihren ersten Einsatztag. Dabei mussten die Kids einige (zum Teil sehr kreative) Aufgaben und Einsätze abarbeiten und auch die Bereitschaft im FF-Haus sicherstellen.
Man traf sich am Samstag, dem 01. August 2009, um 12.00 Uhr im Einsatzzentrum. Danach bekamen die Jungfeuerwehrmänner eine kleine sicherheitstechnische Unterweisung, wie sie sich wann zu verhalten haben. Auch die Fahrzeugeinteilung wurde sofort gemacht. Somit hatte jeder im „Einsatzfall“ seinen fixen Platz im Feuerwehrauto. Nachdem die organisatorischen Sachen erledigt waren, legten die Jungs ihr „Einsatzgewand“ (Helm, Stiefel, Schutzjacke, Handschuhe) hinter den Fahrzeugen bereit.

Dann ging es zur ersten Schulung, bei der es hauptsächlich darum ging, wie man sich im Einsatz verhalten muss und welche Gefahren an einer Einsatzstelle vorkommen können. Anschließend hieß es Quartier beziehen. Dazu wurde der Schulungsraum im ersten Stock umfunktioniert. Während sie sich häuslich einrichteten, ertönte zum ersten mal der Alarm (dazu wurde die Sirene des Megaphons kurzfristig umfunktioniert zur Einsatzsirene). Einsatzgrund war eine vermisste Person in der Gusen im Bereich Gusendorf. (Ein aktiver Feuerwehrmann hatte sich dazu im Neoprenanzug unter einem umgestürzten Baum in der Gusen versteckt.)
Sofort nach Erreichen der Einsatzstelle wurde aus 3 alten Traktorschläuchen eine Art Floß gebaut. Da das Wetter auch perfekt mitspielte konnte ein Trupp in Badekleidung die Person retten und mit einer Krankentrage abtransportieren. Nachdem man wieder ins Feuerwehrhaus zurückkehrte, wurde die Alarmbereitschaft wieder hergestellt. Danach waren alle hungrig. Und so trudelte eine Großbestellung beim örtlichen Pizzalieferanten ein. Nachdem alle gestärkt waren, ging es zum Donau-Altarm nach Abwinden. Dort stand Boots- bzw. Zillenfahren am Programm.

Die ganz mutigen schmissen sich auch in die ziemlich frischen Fluten der Donau. Der nächste Einsatz ließ jedoch nicht lange auf sich warten und so kam es, dass kurz nachdem man vom „Wasserdienst“ zurückkehrte, mit Stichwort „Brand – Baum, Flur, Böschung“ alarmiert wurde. Außerdem war auch von einer vermissten Person die Rede. Äußerst professionell wurde der Brand mittels zwei C-Rohren gelöscht und die „Person“ (siehe Bild) gefunden. Beim letzten Einsatz an diesem Tag, handelte es sich um einen VU mit eingeklemmter Person. Dazu wurde der Privat-Pkw eines Feuerwehrmitglieds so hingestellt, dass man nur von der Beifahrerseite aus eine Rettung durchführen konnte. Natürlich wurde auch das bravourös erledigt.
Alles in allem war dieser Tag eine tolle Erfahrung sowohl für die Jungfeuerwehrmänner als auch die Betreuer und Helfer. Es versteht sich von selbst – und das war auch der Wunsch der Kids – dass sowas im nächsten Jahr wiederholt wird. Ein großer Dank gilt auch allen Helfern – allen voran Jugendbetreuer René Pammer – die dieses Erlebnis erst ermöglicht haben.
