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Ktn: Rettungskräfte genarrt: Wer haftet für Einsatzkosten?

Villach (Ktn): Ärger über vermeintliche Lebensrettung: Diese erwies sich als „schlechter Scherz“. Pensionist aus Villach behauptete, Mädchen aus Seebach gerettet zu haben. Wer übernimmt nun Kosten für die teure Rettungsaktion?

Für Rätselraten sorgte am Wochenende im Mitte August 2009 in Villach der Fall einer vermeintlichen Lebensrettung. 60-Jähriger Mann will eigenen Angaben zufolge am Freitagabend ein vorbeitreibendes Mädchen aus dem Seebach gezogen haben. Weiters soll auch ein kleiner Bub vorbeigetrieben sein. Von dem geretteten Kind fehlt allerdings jede Spur, ebenso negativ verlief eine groß angelegte Suchaktion nach dem vermissten Buben. Die Suchaktion wurde eingestellt.

Großeinsatz wegen Fehlalarm: Es dürfte sich in diesem mysteriösen Fall mit höchster Wahrscheinlichkeit um einen Fehlalarm gehandelt haben. Laut Polizei sprechen die vorliegenden Fakten dafür. „In ganz Kärnten gibt es beispielsweise keine vermissten Kinder“, so Oberst Fritz Hanser von der Kriminalpolizei Villach am Montag, 17. August 2009, gegenüber der Kleine Zeitung DIGITAL. Allein die Hauptfeuerwehrwache Villach war am Freitagabend mit fünfzig Leuten im Rettungseinsatz. „Eine Mannstunde kostet 32 Euro“, berichtet Einsatzleiter Harry Geissler. Ein Kamerad wurde bei diesem Einsatz sogar verletzt. Weiters rückten auch ein Polizeihubschrauber, Taucher und zahlreiche Polizisten rund um den Seebach aus. Der Großeinsatz dauerte bis in die späten Nachtstunden. Die Ermittlungen dauerten darüberhinaus am Wochenende an.

Folgen: Für den vermeintlichen Lebensretter dürfte diese Aktion allerdings nicht ohne Folgen bleiben. Denn es stellt sich die Frage, wer nun die Kosten, die durch den groß angelegten Einsatz der Rettungskräfte entstanden sind, übernehmen wird. Die Höhe der Kosten können seitens der Polizei noch nicht beziffert werden. Laut Oberst Hanser wird gerade geprüft, ob man den Pensionisten nach dem sogenannten Notzeichengesetz wegen der missbräuchlichen Verwendung des Notrufs zur Anzeige bringt. In diesem Fall kämen auf den Villacher wohl finanzielle Rückfoderungen zu.

Kleine Zeitung

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