Kalifornien: Waldbrandlage spitzt sich zu
Kalifornien: Die Lage in den südkalifornischen Brandgebieten hat sich weiter zugespitzt. Fünf Menschen, die entgegen den Warnungen der Polizei nicht ihre Häuser geräumt hatten, waren von dem Flammenmeer eingeschlossen.
Sie riefen die Feuerwehr zur Hilfe, doch eine Rettung mit dem Hubschrauber war wegen der rasch näher rückenden Flammen zu gefährlich, berichtete die „Los Angeles Times“ unter Berufung auf die Behörden. Das Schicksal der Eingeschlossenen war zunächst ungewiss.
Am 29. August 2009 hatten zwei Bewohner in einem Garten-Whirlpool Zuflucht gesucht, als die Feuerwalze über ihr Haus hinwegrollte. Sie wurden später schwer verletzt per Helikopter in ein Krankenhaus gebracht. Die verheerenden Waldbrände in Kalifornien hatten am 30. August erste Menschenleben gefordert. Zwei Feuerwehrleute wurden bei einem Unfall während der Bekämpfung der Flammen getötet, als ihr Fahrzeug auf einer kurvigen Straße von der Fahrbahn abkam und einen steilen Abhang hinunterstürzte.
Gegen das seit Tagen tobende Feuer im Los Angeles Nation Forest, nordöstlich von Los Angeles, kämpfen mittlerweile 3.000 Feuerwehrleute an. Trotz des massiven Löscheinsatzes ist die bereits verkohlte Fläche auf jetzt 425 Quadratkilometer angewachsen.
Neben dem Feuer im Raum Los Angeles brennt es in dem Westküstenstaat an sieben weiteren Stellen. Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger ließ in vier Bezirken den Notstand ausrufen. Am 31. August 2009 besuchte er ein Brandgebiet nahe der Hauptstadt Sacramento. Dort waren am Tag zuvor 50 Häuser in Flammen aufgegangen. Allerdings konnten die Brände dort rasch eingedämmt werden.
