Australien: Riesen-Rettungsaktion für tauben Hund
Australien: Klein-«Scooby», ein tauber Hund, hat in Australien dutzende Rettungskräfte und die Öffentlichkeit tagelang in Atem gehalten. Der achtjährige King-Charles-Spaniel war bereits am Sonntag, dem 6. September 2009, durch eine winzige Passage in eine Höhle gekrochen und fand nicht wieder heraus.
Feuerwehr und Tierschützer versuchten vergeblich, sich einen Weg zu dem Tier zu bahnen. Die Passage war für einen Menschen zu eng und Sprengungen hätten die Höhle zum Einsturz bringen können. Schließlich rückte ein Spezialistenteam für Rettungen bei Grubenunglücken an. Die Tierschutzorganisation RSPCA appellierte an Hundeliebhaber, für die Aktion zu spenden. Scoobys Herrchen Jack Newton (6) wartete unterdessen ängstlich vor der Höhle auf dem Grundstück seiner Eltern in Sweetmans Creek rund eine Stunde nördlich von Sydney.
Der Hund war am Sonntag verschwunden. Die Familie ging zunächst davon aus, dass eine Schlange ihn gepackt hat. «Wir dachten, er wäre tot», sagte Jacks Mutter Melissa der Lokalpresse. Am Dienstag hörten sie den Vierbeiner dann plötzlich winseln. Als das Tier nicht zum Vorschein kam, alarmierten sie die Feuerwehr. Die Retter schoben ein teleskopisches Mikrofon in den sechs Meter langen Tunnel und nahmen Geräusche auf: Scooby schnarchte seelenruhig. Eine nachgeschobene Kamera nahm der Hund freudig in Augenschein und leckte die Linse ab. Doch machte er keine Anstalten, ans Tageslicht zu kommen. Auch Versuche, ihn mit einer Futterspur auf die richtige Fährte zu locken, blieben erfolglos.
