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Deutschland: Mindestens 18 Tote bei Unglücken an Weihnachtstagen 2009

Deutschland: Mindestens 15 Menschen sind bei Haus- und Wohnungsbränden an den Weihnachtsfeiertagen des Jahres 2009 ums Leben gekommen, zahlreiche weitere wurden teils schwer verletzt.

Zudem starben eine Frau und ihre beiden Söhne in Frankfurt am Main vermutlich an einer Kohlenmonoxidvergiftung infolge einer defekten Heizung. Der Feuerwehrverband sprach von einer «erschreckenden und einmaligen Häufung» tödlicher Unglücke an den diesjährigen Feiertagen. Allein in Unna bei Dortmund kamen fünf Menschen bei einem Hausbrand um.

Das Brandunglück in Unna geht vermutlich auf einen technischen Defekt zurück. Hinweise auf Brandstiftung fanden die Ermittler nicht. Das Feuer am frühen Freitagmorgen überlebten nur der 56-jährige Familienvater und seine Schwiegermutter mit schweren Verletzungen. Ums Leben kamen der 83 Jahre alte Schwiegervater und die 52-jährige Ehefrau des 56 Jahre alten Überlebenden, seine beiden 19 und 25 Jahre alten Söhne sowie sein 47-jähriger Schwager, der über die Feiertage zu Besuch war. Der 56-Jährige hatte sich gegen 04.40 Uhr aus dem brennenden Haus gerettet und per Handy die Feuerwehr alarmiert. Beim Eintreffen der Löschfahrzeuge stand das Gebäude in Flammen. Drei Tote wurden im Anbau geborgen und zwei im Hauptgebäude. Wiederbelebungsversuche vor Ort blieben erfolglos.

Das Gasunglück in Frankfurt mit drei Toten geht laut Polizei vermutlich auf eine defekte Gastherme zurück. Der bewusstlos aufgefundene 43-jährige Vater wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo Ärzte sein Leben retten konnten. Die drei Leichen sollen am Montag obduziert werden.

Einbaupflicht für Rauchwarnmelder gefordert:
Der Feuerwehrverband forderte angesichts dieser und zahlreicher weiterer schwerer Unglücke eine bundesweit geltende Einbaupflicht für Rauchwarnmelder in Privatwohnungen, die es bislang erst in acht Bundesländern gebe. «Die meisten Brandopfer der Weihnachtstage waren in den Abend- und den frühen Morgenstunden zu beklagen. Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass Menschen vom Feuer überrascht wurden», erklärte Verbandspräsident Hans-Peter Kröger am Sonntag in Berlin.

In Hannover mussten Augenzeugen am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages mitansehen, wie eine 33-jährige Frau aus einer brennenden Wohnung auf den Balkon flüchtete, Feuer fing und dort verbrannte. Sie hatte zuvor Nachbarn von brennendem Adventsschmuck berichtet und offenbar vergeblich versucht, sich auf das Geländer vor dem Fenster, einen sogenannten französischen Balkon, zu retten.

Weitere tödliche Brandunglücke ereigneten sich in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg. Grund waren auch in zahlreichen dieser Fälle Weihnachtsgestecke, die Feuer fingen.

Vermutlich wegen Beziehungsproblemen legte eine 57-jährige Frau in einem Dreifamilienhaus im Odenwald Feuer. Nur glücklichen Umständen ist es laut Polizei zu verdanken, dass der Brand in dem Haus in Breuberg nicht voll ausbrach und keiner der drei Bewohner ernsthaft verletzt wurde. Neben der Frau lebten dort ihr 58-jähriger Mann und ihre 82-jährige Mutter. Gegen die Frau wurde Haftbefehl erlassen.

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