Oö: Kellerbrand in Schärding -> 24 betroffene Wohnungen
Schärding (Oö): Die FF Schärding wurde am 2. März um 11:32 Uhr zu einem Wohnhausbrand in der Heinrich-Ferihumer-Straße alarmiert. Unverzüglich rückten…
Update 02. März 2010 21.34 Uhr
… 2 Tanklöschfahrzeuge, die Drehleiter, ein Kleinlöschfahrzeug, ein Kommandofahrzeug und ein Atemschutzfahrzeug und insgesamt 25 Mann zum Einsatzort aus. Vor Ort wurde ein ausgedehnter Kellerbrand in einem Mehrparteienhochhaus vorgefunden, welcher bereits alle 3 Eingänge (je 12 Wohnungen) stark verraucht hatte. In den Wohnungen eingeschlossene Personen machten sich an den Fenstern bemerkbar. Unverzüglich begann ein Atemschutztrupp mit der Brandbekämpfung im Keller, der zweite Trupp versuchte die Stiegenhäuser rauchfrei zu machen und die Personen dazu zu bringen, in den Wohnungen zu warten. Auch über Megafone wurde dies mitgeteilt. Der Brand konnte nach ca. 25 Minuten unter Kontrolle gebracht werden. Die Personen wurden nach und nach aus den Wohnungen gebracht, eine Person musste mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins KH Schärding eingeliefert werden.

Das Rote Kreuz mit Unterstützung eines Mitarbeiters des Kriseninterventionsteams kümmert sich um jene Personen, welche derzeit nicht in die Wohnungen können. Einige Wohnungen wurden durch Rauch in Mitleidenschaft gezogen, bei zwei Eingängen (16 Wohnungen) ist die Stromversorgung auf Grund des Brandes zerstört. Die Heinrich-Ferihumer-Straße war während des Einsatzes für den Verkehr gesperrt, diese Sperre konnte um ca. 14 Uhr aufgehoben werden.
Abschlussbericht der FF Schärding
Die FF Schärding wurde am 02. März um 11.32 Uhr zu einem Wohnhausbrand in der Heinrich-Ferihumer-Straße alarmiert. Unverzüglich rückten zwei Tanklöschfahrzeuge, die Drehleiter, ein Kleinlöschfahrzeug, ein Kommandofahrzeug und ein Atemschutzfahrzeug und insgesamt 25 Mann zum Einsatzort aus. Bereits während der Anfahrt rüsteten sich die beiden Angriffstrupps mit schwerem Atemschutz aus. Vor Ort wurde ein ausgedehnter Kellerbrand in einem Mehrparteienhochhaus vorgefunden, welcher bereits alle drei Eingänge (je 12 Wohnungen) stark verraucht hatte. In den Wohnungen eingeschlossene Personen machten sich an den Fenstern bemerkbar. Unverzüglich begann ein Atemschutztrupp mit der Brandbekämpfung im Keller, wobei hier die Wärmebildkamera ausgezeichnete Dienste leistete. Parallel dazu versuchte der zweite Atemschutztrupp die Stiegenhäuser rauchfrei zu machen und die Personen dazu zu bringen, in den Wohnungen zu bleiben. Auch über Megafone wurde dies mitgeteilt.

Mit einem Hochdruckrohr und unterstützt von einem Hochleistungslüfter ging die Brandbekämpfung im Keller rasch voran. Dort gelagerte Spraydosen explodierten, auch von gelagerten Lacken, etc. gingen zahlreiche Gefahren aus. Bei einer Sicht unter 20 cm, mit der Wärmebildkamera gemessenen Temperaturen über 200 ° C kämpfte der Atemschutztrupp gegen das in Vollbrand stehende Kellerabteil. Der Brand konnte nach ca. 25 Minuten unter Kontrolle gebracht werden.
Unterdessen konnten vom zweiten Atemschutztrupp Abluftöffnungen für die Überdruckbelüftung geschaffen werden, weiters wurden einige Personen aus den Wohnungen geleitet und dem Roten Kreuz übergeben. Eine Person musste mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Schärdinger Krankenhaus eingeliefert werden. Der Rauch breitete sich über Lüftungsschächte auch in andere Wohnungen aus, welche von der Feuerwehr nach Rücksprache mit den anwesenden Besitzern großteils kontrolliert wurden. Vom zweiten Atemschutztrupp wurde auch der gesamte Gebäudekomplex stromlos geschaltet.

Unter Einsatz der Drehleiter wurden mit der Wärmebildkamera die Schächte, welche vom Keller bis zum Dach führen auf eventuellen Temperaturanstieg kontrolliert. Das Atemschutzfahrzeug errichtete einen Atemschutzsammelplatz und füllte die Flaschen der eingesetzten Trupps sofort wieder auf. Insgesamt waren 11 Atemschutzgeräte eingesetzt.
Das Rote Kreuz mit Unterstützung von zwei Mitarbeitern des Kriseninterventionsteams kümmerte sich um jene Personen, welche nach dem Brand die Wohnungen nicht mehr betreten durften. Einige Wohnungen wurden durch Rauch in Mitleidenschaft gezogen, bei zwei Eingängen (24 Wohnungen) ist die Stromversorgung auf Grund des Brandes zerstört. Ob die Personen heute Nacht in den Wohnungen verbleiben können, kann noch nicht mitgeteilt werden. Bgm. Angerer, welcher am Einsatzort anwesend war sicherte den Betroffenen seine Unterstützung zu.
Nachdem die Brandursachenermittlung der Polizei abgeschlossen war, konnten die beiden Atemschutztrupps mit den Nachlösch- und Aufräumarbeiten beginnen, welche gegen 13 Uhr abgeschlossen werden konnten. Die Brandursache ist noch unklar. Die Heinrich-Ferihumer-Straße war während des Einsatzes für den gesamten Verkehr gesperrt.
