Oö: Kajakfahrer auf der Gr. Rodl gekentert -> 1 Toter bei Gramastetten

Gramastetten (Oö): Ein Kajakfahrer ist am Donnerstagnachmittag, 25. März 2010, in Gramastetten im Bezirk Urfahr-Umgebung tödlich verunglückt. Der 43-Jährige kenterte auf einem Nebenfluss der Donau, der Großen Rodl.
Die sechsköpfige Gruppe war am Donnerstag auf der Großen Rodl unterwegs. Bei Gramastetten wurde das Kajak des 43-jährigen Mannes aus St. Florian plötzlich durch eine Wasserwalze unter Wasser gedrückt und bei einem Felsen eingeklemmt. Seinen Kollegen alarmierten sofort die Feuerwehr und versuchten ihren Kameraden zu retten, jedoch ohne Erfolg.

Nach einer halben Stunde konnte die Gruppe gemeinsam mit der Feuerwehr – kurzfristig wurde auch der Tauchstützpunkt 1 der Feuerwehren alarmiert – den Mann aus dem Kajak holen. Der leblose Körper trieb im Wildwasser ab und wurde am gegenüberliegenden Ufer angeschwemmt.
Die Einsatzkräfte bargen den Mann kurz nach 17.00 Uhr und konnten ihn noch reanimieren. Anschließend wurde er mit dem Hubschrauber ins AKH Linz geflogen, so die Polizei. Dort war der 43-Jährige aus St. Florian bei Linz gegen 18.00 Uhr gestorben.
ORF Oberösterreich
Freiw. Feuerwehr Gramastetten

BERICHT DER OÖ. NACHRICHTEN:
Vergeblich kämpften die Helfer gestern Nachmittag um das Leben eines gekenterten Kajakfahrers in der Großen Rodl: Bernt Schachhuber (43) aus St. Florian war gekentert und unter Wasser gedrückt worden. Trotz Wiederbelebung starb der Mann im AKH Linz.
Das Unglück ereignete sich gegen 16.45 Uhr auf der Großen Rodl 500 Meter unterhalb des Sägewerkes Breuer. „Der Kajakfahrer wurde von einer Stromschnelle gefangen und samt dem Kajak mit dem Kopf unter Wasser und unter einen Felsen gedrückt“, schilderte ein Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Gramastetten den dramatischen Unfall. „Seine fünf Kollegen versuchten noch, ihn mit Leinen aus dem Wasser zu bergen, was jedoch nicht gelang.“ Der Mann war dramatische Minuten lang unter Wasser gefangen. Kurze Zeit später trafen die Helfer der Feuerwehr Gramastetten ein und konnten das Kajak schließlich befreien.
Dabei glitt der Bewusstlose jedoch aus dem Sportgerät und wurde abgetrieben. Zwei Polizisten der Inspektion Ottensheim konnten den Leblosen schließlich nach rund 20 Minuten aus dem Wasser ziehen. Sofort begann das Team des Notarzthubschraubers Christophorus 10 mit einer Wiederbelebung des Mannes. Trotz des relativ langen Herz- und Kreislaufstillstandes gelang den Helfern zunächst eine Wiederbelebung. Bernt Schachhuber wurde in das AKH nach Linz geflogen. Doch gegen 18 Uhr waren dort alle ärztlichen Bemühungen vergebens: Bernt S. starb an der irreparablen Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff. „Wir haben alles versucht, doch es war leider einfach chancenlos“, waren die Helfer des Rettungsteams des Roten Kreuzes tief betroffen. „Das sind die Momente, in denen man nur ohnmächtig der Tragik gegenübersteht.“ Bernt Schachhuber war Mitglied einer großen Kajakgruppe, die sich immer wieder zu gemeinsamen Ausfahrten traf. „Er war ein beherzter Paddler und sehr erfahren“, sagte ein verzweifelter Kollege, der oft mit ihm unterwegs war, gestern den OÖN. Die fünf Paddler des verunglückten St. Florianers wurden noch gestern von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes im Zeughaus der Feuerwehr betreut.
BERICHT DER FF GRAMASTETTEN:
Die Feuerwehr Gramastetten wurde am heutigen Tag um 16.51 Uhr zu einer Personenrettung (Kajakfahrer – Rodltal – Große Rodl) alarmiert. Beim Eintreffen am Unfallort war die betroffene Person noch im Kajak sitzend zwischen Felsen der Großen Rodl unter Wasser eingeklemmt. Das Boot wurde mit den zur Verfügung stehenden Kräften (Feuerwehr und Kajakkameraden) befreit. Die Person wurde samt Kajak durch die Strömung einige Meter flussabwärts abgetrieben und auf der gegenüber liegenden Flussseite von zwei anwesenden Polizeibeamten aus dem Wasser gezogen. Unmittelbar darauf wurde mit der Reanimation durch den anwesenden Notarzt begonnen. Des weiteren wurde die verunfallte Person mit dem Rettungshubschrauber ins nächstgelegene Krankenhaus abtransportiert. Die Kajakkameraden wurden durch das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes im Feuerwehrhaus Gramastetten psychologisch betreut. Das verunfallte Kajak wurde durch die Kräfte der FF Gramastetten im Anschluß geborgen und abtransportiert.
Eingesetzte Kräfte:
• FF Gramastetten:, 20 Mann, LFB – A2, TLF – A 4000, KDO – F
• RK Walding
• Polizeiinspektion Gramastetten
• Rettungshubschrauber
• Kriseninterventionsteam
• Gemeindearzt Walding
