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Deutschland: Personalmangel -> Feuerwehr nimmt verurteilten Brandstifter auf

Edersleben (Deutschland): Wegen Personalmangels hat die Feuerwehr in Edersleben (Kreis Mansfeld-Südharz) offenbar einen verurteilten Brandstifter aufgenommen. Die Entscheidung von Bürgermeister und Wehrleiter…

… sorge für heftigen Streit in der 1000-Einwohner-Gemeinde, berichtete die «Bild»-Zeitung in ihrer Ausgabe vom 6. April 2010 in Halle. Der 20-Jährige hatte 2007 in dem Ort insgesamt sechsmal Feuer gelegt und einen Schaden von 36.000 Euro verursacht. Im vergangenen Jahr wurde er zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Dem Bericht zufolge war der junge Mann aus Edersleben schon als Schüler Mitglied der Jugendfeuerwehr. Vor Gericht habe er die Brandstiftung eingeräumt. Laut Oberstaatsanwalt war sein Motiv Anerkennung. So habe er dem Gericht erzählt, dass er, wenn er nach dem Löschen mit den anderen Kameraden zusammensaß, die Bestätigung erhalten habe, die er sich wünschte.

Der Wehrleiter der Ortsfeuerwehr, Renato Weidemann, begründete die Entscheidung, den 20-Jährigen trotz der laufenden Bewährung wieder aufzunehmen, mit Personalmangel. «Wir sind eine kleine Wehr, haben zu wenig aktive Kameraden. Bei uns kommt es auf jeden Mann an», sagte Weidemann dem Blatt. Zudem habe der Bürgermeister der Wiederaufnahme zugestimmt.

Das Innenministerium in Magdeburg reagierte nicht erfreut, wie die Zeitung weiter berichtete. «Mitgliedermangel kann kein Argument sein, einen verurteilten Brandstifter aufzunehmen», sagte ein Sprecher. Die Entscheidung liege jedoch bei der Gemeinde. Es gebe keinen rechtlichen Hinderungsgrund.

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