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D: Großfeuer im Feuerwehrhaus Offenbach → sieben Einsatzfahrzeuge ausgebrannt, rund 5 Mio. Euro Schaden

OFFENBACH AN DER QUEICH (DEUTSCHLAND): Ein Großbrand hat in der Nacht auf Montag, 28. September 2026, das Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Offenbach an der Queich (Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz) schwer getroffen. Die Hauptfahrzeughalle brannte vollständig aus. Sieben Einsatzfahrzeuge gingen in den Flammen verloren. Der entstandene Sachschaden wird inzwischen auf rund fünf Millionen Euro geschätzt.

Um 00.34 Uhr erfolgte die Alarmierung der Einsatzkräfte zu einem Brand im Feuerwehrgerätehaus. Bereits auf der Anfahrt war eine weithin sichtbare Rauchsäule festzustellen. Als die ersten Feuerwehrkräfte wenige Minuten später am eigenen Feuerwehrhaus eintrafen, stand die Hauptfahrzeughalle bereits in Vollbrand.

Für die Offenbacher Feuerwehrleute begann damit ein wohl nur schwer vorstellbarer Einsatz: Während das eigene Gerätehaus brannte, galt es zunächst, zu retten, was noch zu retten war. Feuerwehrangehörige gelangten in einen noch nicht vom Feuer erfassten Gebäudebereich und brachten Fahrzeuge sowie Ausrüstung aus der kleineren Fahrzeughalle ins Freie. Insgesamt konnten vier Fahrzeuge – drei Fahrzeuge des Landkreises sowie ein Offenbacher Einsatzfahrzeug – gerettet werden.

Geretteter Schlauchwagen für ersten Löschangriff eingesetzt

Zu den rechtzeitig in Sicherheit gebrachten Fahrzeugen gehörte auch ein Schlauchwagen SW 2000. Mit diesem wurde unmittelbar der erste Löschangriff aufgebaut. Parallel dazu konzentrierten sich die Einsatzkräfte darauf, ein Übergreifen des Brandes auf die kleine Fahrzeughalle sowie das angrenzende Hauptgebäude zu verhindern. Dieses Ziel konnte erreicht werden, wenngleich auch dort Schäden entstanden sind.

Zur Unterstützung rückten Feuerwehren aus der gesamten Umgebung an. Eingesetzt waren unter anderem Kräfte der Verbandsgemeinden Offenbach an der Queich, Landau-Land und Herxheim sowie der Feuerwehr Landau in der Pfalz. Auch der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises und dessen Stellvertretung waren vor Ort. Alleine die Feuerwehr Landau war nach eigenen Angaben mit 37 Feuerwehrangehörigen und mehreren Fahrzeugen im Einsatz.

Die ausgebrannte Fahrzeughalle musste schließlich großflächig mit Löschschaum beaufschlagt werden, um verbliebene Glutnester in dem inzwischen einsturzgefährdeten Bereich abzulöschen. Bei Tageslicht zeigte sich das ganze Ausmaß der Zerstörung: In der Halle waren von mehreren Fahrzeugen praktisch nur noch ausgebrannte Metallgerippe übrig.

Kompletter Löschzug schwer getroffen

Nach Angaben der Feuerwehr beziehungsweise des Landkreises sind sieben Fahrzeuge vollständig ausgebrannt. Betroffen sind neben Fahrzeugen der Feuerwehr Offenbach auch Fahrzeuge des Katastrophenschutzes des Landkreises Südliche Weinstraße. Unter den zerstörten Fahrzeugen befinden sich nach veröffentlichten Angaben ein Einsatzleitwagen ELW 1, ein Löschgruppenfahrzeug, eine Drehleiter, ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, ein Mehrzweckfahrzeug MZF 3 sowie ein Mannschaftstransportwagen. Ebenfalls zerstört wurde der ELW 2 des Landkreises Südliche Weinstraße und der Stadt Landau. Damit hat die Feuerwehr Offenbach einen wesentlichen Teil ihres Löschzuges verloren.

Der bisherige Fahrzeugbestand der Feuerwehr Offenbach umfasste unter anderem ein HLF 10, ein LF 16/12, eine DLK 23/12, einen RW 1 sowie mehrere Führungs-, Transport- und Katastrophenschutzfahrzeuge. Feuerwehr Offenbach
Drei Feuerwehrangehörige wurden nach dem Einsatz vorsorglich mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Der Verdacht bestätigte sich jedoch nicht, alle drei waren nach Angaben der Kreisverwaltung wohlauf. Damit gilt der Großbrand trotz seines enormen Sachschadens offiziell als Einsatz ohne Personenschaden.

Brandschutz durch Nachbarfeuerwehren sichergestellt

Die Einsatzbereitschaft in Offenbach soll trotz des Ausfalls der Fahrzeuge gewährleistet bleiben. Den Grundschutz übernehmen derzeit insbesondere die Ortswehren Bornheim, Essingen und Hochstadt sowie weitere Feuerwehren des Landkreises und der Stadt Landau. Verbandsgemeinde, Landkreis und Feuerwehr arbeiten gleichzeitig daran, möglichst rasch Ersatzfahrzeuge zu organisieren und die Offenbacher Wehr wieder eigenständig einsatzfähig zu machen.

„Der Sachschaden ist jedoch immens. Wir werden alles daransetzen, dass die Einsatzfähigkeit möglichst schnell wiederhergestellt wird“, erklärte Landrat Dietmar Seefeldt. Auch Bürgermeister Simon Wingerter hob die besondere Belastung für die Feuerwehrangehörigen hervor, die in dieser Nacht gegen die Flammen im eigenen Feuerwehrhaus kämpfen mussten.

Rund fünf Millionen Euro Schaden

Staatsanwaltschaft und Polizei beziffern den Sachschaden nach dem derzeitigen Ermittlungsstand auf rund fünf Millionen Euro. Neben den Fahrzeugen wurden umfangreiche feuerwehrtechnische Ausrüstung sowie das Gerätehaus selbst beschädigt beziehungsweise zerstört. Warum das Feuer ausbrach, ist bislang nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft Landau und die Kriminalpolizei Landau haben die Ermittlungen übernommen. Zur Klärung der Brandursache wurde ein Brandsachverständiger hinzugezogen.

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