Juni-Starkregen -> Erste Teile Österreichs unter Wasser
Österreich: Die starken Regenfälle der vergangenen Stunden haben am Mittwoch, 2. Juni 2010, in Niederösterreich zu ersten – kleinräumigen – Überflutungen geführt. Auch in Wien waren 300 Häuser überflutet. In den nächsten 24 Stunden wird sich die Lage verschärfen – auch in der Steiermark.
Nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos standen die Straßen in Seyring in der Gemeinde Gerasdorf bei Wien (Bezirk Wien-Umgebung) einen halben Meter unter Wasser, 300 Häuser waren überflutet.
90 Mann von sieben Feuerwehren kämpften gegen die Wassermassen. So wurde eine drei Kilometer lange Schlauchleitung gelegt, um das Wasser vom Ort hinaus auf Felder und Gräben zu bringen. Wie Feuerwehrsprecher Franz Resperger erläuterte, würden die Hausbesitzer das Wasser – verständlicherweise – aus ihren Kellern in die Kanalisation pumpen, die die Massen aber nicht mehr aufnehmen kann, weshalb das Wasser durch die Kanaldeckel auf die Straßen gedrückt wird. Die Kombination von derzeit bereits „enorm hohem“ Grundwasserspiegel und starken Niederschlägen habe die Situation derart verschärft.
Weitere Überflutungen möglich: Starke Niederschläge sind am Mittwoch in Niederösterreich zunächst über dem Weinviertel gefallen. In den nächsten 24 Stunden werde sich der Schwerpunkt ins Wald- und Mostviertel verlagern, verwies Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando auf die Prognosen, denen zufolge 40 bis 60 Liter pro Quadratmeter zu erwarten seien. Damit könne es örtlich zu Überflutungen kommen, die große Katastrophe dürfte aber nicht ausbrechen.
