Deutschland: Nach Verpuffung in Tischlerei -> Helfer erleiden Verbrennungen
Werlte (Deutschland): Teils schwere Brandverletzungen an Gesicht und Händen haben am Donnerstagabend, 17. Juni 2010, zwei Feuerwehrmänner und ein Firmenangehöriger bei einer Verpuffung erlitten, die sich bei Löscharbeiten in einer Tischlerei im Werlter Industriegebiet an der Bahnhofstraße ereignete.
Die gegen 16.30 Uhr wegen eines Brandes alarmierte Freiwillige Feuerwehr Werlte stellte einen Schwelbrand in einer Absauganlage für Sägespäne fest. Neben einem Brandherd im außen liegenden Spänebunker befanden sich auch Glutnester in dem Rohrleitungssystem innerhalb des Betriebsgebäudes.
Nachdem die Filteranlage geflutet worden war und die Löscharbeiten im Betriebsgebäude überwiegend abgeschlossen waren, öffnete gegen 20.20 Uhr ein 39-jähriger Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Werlte eine Luke der Anlage. Aus noch nicht geklärter Ursache schoss dort plötzlich eine Stichflamme heraus, durch die sich der Feuerwehrmann schwere Brandverletzungen im Gesicht und an den Händen zuzog. Ein 60-jähriger Angehöriger des Unternehmens wurde ebenfalls schwer verletzt. Ein 40-jähriger Feuerwehrmann zog sich leichte Verletzungen zu.
Die beiden Schwerverletzten wurden mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die weiteren Löscharbeiten dauerten noch bis in die späten Abendstunden an. Das Feuer konnte letztlich erfolgreich bekämpft werden.
