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Deutschland: Großbrand sorgte für Asche-Regen über Düsseldorf

Düsseldorf (Deutschland): Bei der Feuerwehr waren alle Notruf-Leitungen blockiert. Hunderte besorgte Anwohner riefen an, weil ein Ascheregen auf Düsseldorf fiel. Um 12.25 Uhr stand am 2. Juli 2010 das Außenlager der Neusser Papierfabrik FS-Karton unweit von Heerdt in Flammen.

Das Außenlager der Neusser Papierfabrik FS-Karton unweit von Düsseldorf-Heerdt brannte am Freitag. Die riesige gelb-bräunliche Rauchwolke war selbst vom Tower in Lohausen gut zu erkennen. Die Asche wurde vor allem in die linksrheinischen und nördlichen Stadtteile bis nach Kaiserswerth geweht. Da möglicherweise auch Glutreste darunter sein könnten und wegen der Hitze Wiesen und Wälder eh’ brandgefährdet sind, forderte die Feuerwehr am Nachmittag bei der Bezirksregierung einen Luft-Beobachter an. Wenig später kreiste ein Kleinflugzeug über die gefährdeten Gebiete, um sofort weitere Feuer zu melden.

80 Düsseldorfer Retter halfen: Die Wachen wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Außerdem rückten 80 Düsseldorfer Retter mit 30 Löschfahrzeugen aus, um die Neusser Kollegen bei der Bekämpfung des Großbrandes an der Düsseldorfer Straße zu unterstützen, so Sprecher Hans-Jochen Hermes. Vorerst ohne Erfolg: Das Feuer ist nicht unter Kontrolle. Am Nachmittag breitete es sich weiter aus. Die Löscharbeiten werden vermutlich bis Sonntag dauern. Das gesamte Firmengelände musste evakuiert werden. Auch die nahe gelegene Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Neuss wurde für kurze Zeit gesperrt. Zwei von vier Gleisen standen nicht zur Verfügung. Es kam zu zahlreichen Verspätungen. Tausende Fahrgäste mussten sich am Hauptbahnhof in Geduld üben.

Flugverkehr nicht betroffen: Nicht betroffen war der Flugverkehr. Die Jets konnten weiter starten und landen. Die weißen kleinen Flocken aus der Aschewolke waren keine Gefahr für die Turbinen, weil sie keine Gesteinsanteile enthielten. „Das war nur Papier, das verbrannte“, so Michael Fuhrmann von der Deutschen Flugsicherung.
Die Feuerwehr appellierte über Rundfunk an die Bevölkerung, die Notruf-Leitungen freizuhalten Das Umweltamt nahm Proben. Eine Gesundheitsgefahr bestehe aber nicht, so Amtsleiter Werner Görtz. Anwohner in Kaiserswerth und Wittlaer erzählten, das ihre Grundstücke mit einer dünnen weißen Schicht bedeckt seien. „Das sah aus, als ob es geschneit hätte.“

Der Westen

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