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Deutschland: Massenunfall auf A31 -> Drei Menschen in ihren Autos verbrannt

Dorsten (Deutschland): Dramatischer Massenunfall am 2. Juli 2010 auf der A31 bei Dorsten: Zahlreiche Autos wurden völlig zerstört, mehrere brannten aus. Mindestens zwei Menschen verbrannten in ihren Fahrzeugen.

Eine Massenkarambolage auf der Autobahn 31 bei Dorsten hat mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Obwohl ein Warnschild aufblinkte, sei ein Lastwagen ungebremst in einen Stau gefahren, teilte die zuständige Autobahnpolizei in Münster mit. Er schob die Fahrzeuge vor sich ineinander. Drei Laster und elf Autos waren beteiligt. Zwei Menschen verbrannten in einem Auto. Sieben weitere Autos brannten vollkommen aus. Möglicherweise hat die Hitze die Unfallfolgen noch verschlimmert. Mindestens fünf Menschen wurden schwer verletzt. Feuerwehr und Rettungskräfte aus der ganzen Region waren im Einsatz.

Den Hilfskräften bot sich ein gespenstisches Bild: Verkeilte und brennende Autos, Rauch und Verletzte – eine unwirkliche Ruhe. Das Auto in dem die beiden Menschen verbrannten, ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und zerquetscht. Nicht einmal der Fahrzeugtyp sei noch erkennbar, das Nummernschild in der großen Hitze geschmolzen, sagte Polizeisprecher Alfons Probst. „Das Fahrzeug hat nur noch ein Fünftel der Länge, die es einmal hatte.“ Die Polizisten wussten nicht, ob in dem Auto noch mehr Menschen als die beiden Toten saßen. „Es wird kompliziert, das Auto überhaupt zuzuordnen“, sagte Probst.
Hitze beschleunigte Brände

Offensichtlich sei der Laster mit voller Wucht auf dieses Auto aufgefahren: „Es sieht so aus, dass der Lkw seine gesamte Energie in dieses Fahrzeug abgelassen hat. Es spricht einiges dafür“, sagte Probst. Sieben weitere Autos brannten komplett aus. Fahrer und Beifahrer flüchteten rechtzeitig aus diesen Fahrzeugen. Welches Auto zuerst in Brand geriet, konnte noch niemand sagen. Möglicherweise spielte auch die Hitze eine katastrophale Rolle. „Jeder weiß, dass sich Brennstoff auf heißem Blech schneller entzündet als sonst“, sagte Probst.

Wegen des Unfalls bildeten sich Staus. Menschen klappten in der brütenden Hitze der wartenden Autos zusammen. Hilfskräfte versorgten die Menschen mit Wasser. Die Fahrbahn Richtung Emden wurde recht schnell einspurig wieder freigegeben. Die Fahrbahn Richtung Bottrop sollte in in den späten Abendstunden geräumt sein. Ob sie dann auch befahrbar ist, musste erst eine Untersuchung zeigen. Die Fahrbahnböschung stand nach dem Unfall in Flammen. Fraglich war, ob die große Hitze unter den brennenden Autos die Fahrbahn beschädigte.

N24

UPDATE per 3. Juli:
Bei der Untersuchung der Autowracks nach dem Massenunfall auf der Autobahn 31 bei Dorsten in NRW ist ein weiteres Todesopfer entdeckt worden. Die Leiche lag auf der Rückbank eines ausgebrannten Autos, wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte.

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