D: Zuluftöffnung eines Traforaums geriet in Brand
München (D): Am späten Nachmittag, des 11. Juli 2010 bemerkte der Haustechniker eines Hotels Brandgeruch aus
der Tiefgarage.
Die alarmierten Einsatzkräfte gingen sofort zur Erkundung unter schwerem Atemschutz in die Tiefgarage vor, fanden allerdings keinen erkennbaren Brandherd. Daraufhin entschied der Einsatzleiter eine großräumige Absuche aller
Bereiche der Tiefgarage. Nach einiger Zeit konnte die Geruchsentwicklung im Bereich eines Transformators, der das Hotel mit Strom versorgt eingegrenzt werden. Da es sich dabei allerdings um einen Hochspannungs-Übergabe-Punkt handelte, konnte zuerst der Raum, in dem sich die Trafos befanden nicht betreten werden. Erst zusätzlich angeforderte Mitarbeiter der Stadtwerke, welche die
Hochspannungszuleitung abschalten konnten, ermöglichten einen Zugang. Nun konnte der komplette Raum abgesucht werden. Dabei stellte sich heraus, dass die Zuluftöffnung des Traforaums als unerlaubter Müll- und Zigarettenabwurf genutzt wurde. Diese enorme Menge an Unrat im Zuluftschacht zu den Trafos hatte sich entzündet. Trotzdem die Brandursache nun geklärt war, stellte sich der Löschvorgang
dennoch als ungewöhnlich diffizile Aufgabe heraus. Ein Stockwerk unter dem Traforaum befand sich die Niederspannungsverteilung und noch vier weitere Untergeschosse der Tiefgarage. Somit schieden Löschmethoden, die in solchen Fällen standardmäßig angewendet werden, aus. Der Unrat musste in mühsamer
Kleinstarbeit aus den Ritzen im Unterboden herausgekratzt und mittels Kleinlöschgeräten abgelöscht werden. Dank der eigenen Notstromversorgung des Hotels gab es keine nennenswerten Einschränkungen im Hotelbetrieb.
