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Deutschland: Groß-Evakuierung bei Hochwasser in Sachsen

Sachsen (Deutschland): In den sächsischen Hochwassergebieten laufen die Rettungsarbeiten weiter auf Hochtouren. Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk brachten mit Booten, Bussen und Hubschraubern im Landkreis Görlitz 1450 Menschen in Sicherheit.

In den sächsischen Hochwassergebieten laufen die Rettungsarbeiten weiter auf Hochtouren: Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk brachten mit Booten, Bussen und Hubschraubern im Landkreis Görlitz 1450 Menschen vor den Fluten in Sicherheit, wie eine Sprecherin des Katastrophenstabes sagte. Die Evakuierungen laufen weiter. Die Bundespolizei sei mit fünf Hubschraubern im Einsatz, um durch das Neiße-Hochwasser eingeschlossene Menschen auszufliegen.

In Görlitz war der Pegelstand der Neiße am Samstag, 7. August 2010, sprunghaft auf über sieben Meter gestiegen. Am Morgen habe der Pegel praktisch unverändert bei 7,07 Metern gelegen, sagte die Sprecherin des Katastrophenschutzstabes. In Zwickau sei der Wasserstand leicht zurückgegangen. Der Scheitelpunkt wandere derzeit von Görlitz entlang der Neiße in Richtung Bad Muskau.

„Die Lage ist nach wie vor angespannt“, sagte ein Sprecher der Polizei Görlitz. Unter anderem seien in der Oberlausitz zwei Altenheime evakuiert worden. Sorge bereiteten den Rettern Schaulustige, die von Brücken aus das Hochwasser beobachteten. Sie brächten sich unnötig in Gefahr. Einsturzgefährdet sei eine im Bau befindliche Brücke im Raum Weißwasser.

Nach heftigen Regenfällen und dem Bruch einer Staumauer am Witka-See im polnischen Grenzgebiet war nicht nur die Neiße über die Ufer getreten, sondern auch andere Flüsse in Sachsen, Polen und Tschechien. Mindestens acht Menschen ertranken bisher durch die Hochwasser – vier in Tschechien, einer im polnischen Bogatynia und drei in Sachsen. Die drei älteren Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Neukirchen bei Chemnitz waren laut Polizei im Keller von den Fluten überrascht worden.

Donaukurier

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