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Deutschland: 17 Bewohner aus einem brennenden Haus in Aachen gerettet

Aachen (Deutschland): Dramatische Szenen spielten sich in der Nacht zum Samstag, 18. September 2010, in der Jülicher Straße ab: Durch einen Kellerbrand…

… in der Nummer 311 war das Mehrfamilienhaus in Höhe der Heinrich-Hollands-Straße so stark verraucht, dass insgesamt 17 Menschen von der Feuerwehr gerettet werden mussten.

Zwei Kinder, die durch Fluchthauben vor dem Qualm geschützt waren, mussten sogar außen über die Hubrettungsbühne in Sicherheit gebracht werden, da ansonsten keine andere Fluchtmöglichkeit bestand.

Alarmiert worden war die Wehr um 0.03 Uhr. Schon zwei Minuten zuvor war der Leitstelle an der Stolberger Straße bereits eine Rauchentwicklung im Bereich Adalbertsteinweg/Sedanstraße gemeldet worden. Dorthin wurde auch ein Löschzug entsandt, der jedoch nach eingehender Prüfung nichts feststellen konnte. Mit einem größeren Aufgebot rückten die Brandbekämpfer dann zur Jülicher Straße aus, insgesamt waren drei Löschzüge und drei Rettungswagen mit Notärzten im Einsatz. Bei ihrem Eintreffen zogen dichte Qualmwolken durch das Treppenhaus, so dass die 17 anwesenden Bewohner sicher ins Freie geleitet werden mussten.

Da das Nachbargebäude durch den Rauch ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, nahmen die Notärzte acht weitere Bewohner in Augenschein, so dass in einem von der Aseag zur Verfügung gestellten Bus insgesamt 25 Menschen untersucht wurden. Sie kamen alle mit dem Schrecken davon. 17 von ihnen konnten aber nicht in ihre Wohnungen zurückkehren, da das Brandhaus vorläufig nicht bewohnbar ist. Insgesamt zehn Kinder, sieben Erwachsene und zwei Hunde wurden deshalb auf städtische Kosten in einem Aachener Hotel untergebracht. Die Ursache für das Feuer wurde noch nicht geklärt, der Brandort wurde von der Kriminalpolizei beschlagnahmt. Die Stawag trennte das Mehrfamiliengebäude von den Leitungen für Wasser, Strom und Gas.

«Unruhiger Tageswechsel»: Während dieses Einsatzes erreichte die Leitstelle ein weiterer Notruf, durch einen Passanten wurde ein brennender Lkw in Wurmbenden gemeldet. Dieses Feuer löschten freiwillige Wehrmänner durch den Einsatz eines Schaumrohres. Der Sachschaden wird auf 10000 Euro beziffert, auch hier ist noch nicht geklärt, wie das Feuer entstand. Helmut Weber von der Leitstelle der Polizei: «Die Ermittlungen laufen noch.» Lakonischer Kommentar des Feuerwehr-Einsatzleiters Norbert Brewer: «Ein unruhiger Tageswechsel bei der Feuerwehr Aachen.»

Aachener Nachrichten

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