D: Widerspenstiger Körperschmuck ruft Feuerwehr auf den Plan
München (D): Gleich zweimal stellte sich am Montag, den 27. September 2010, heraus, welche Probleme der persönliche Körperschmuck verursachen kann.
Kurz vor sieben Uhr abends erreichte die Leitstelle der Hilferuf einer Mutter, deren vierjähriger Sohn Vitus Teile seines Stabilo Holzbaukasten umfunktionierte. Er steckte sich einen Hartholzring an den linken Zeigefinger. Nach einiger Zeit stellte er fest, dass dieser nicht mehr abging, auch seine Mutter konnte selbst mit Hausmittelchen nichts mehr erreichen. Nachdem auch eine Rettungswagenbesatzung an dieser Aufgabe kapitulierte, wurde ein Hilfeleistungslöschfahrzeug von der Hauptwache der Berufsfeuerwehr München mit feinmechanischem Werkzeug hinzugezogen. Fachmännisch entfernten die Einsatzkräfte den Holzring mittels einer Säge vom Finger. Nach dieser
Rettungsaktion konnte der Bub natürlich daheim bleiben.

Einen weiteren Zwischenfall gab es dann um 23.53 Uhr auf dem Oktoberfest. Beim Aussteigen von einem Autoscooter blieb eine ca. 40-jährige Frau mit ihrem Ring am rechten Ringfinger so unglücklich hängen, dass dieser vermutlich
angebrochen wurde. Sie eilte sofort zur Sanitätsstation an der Wies’n-Wache. Dort war der Finger bereits so angeschwollen, dass der Ring auf üblichem Wege nicht
mehr entfernt werden konnte. Auch hier gingen die Wies’n-Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr München mit leichtem Gerät zur Tat vor und zwickten einfach den Ring auf. Danach konnte die Frau wegen ihres ursächlichen Problems behandelt werden.
