Oö. Hilfseinheit bei NATO-Übung in der Slowakei im Einsatz
Österreich/Slowakei: Oberösterreichische Hilfseinheit, bestehend aus Feuerwehr und Rotem Kreuz, stand von 27. bis 30. September 2010 im slowakischen Lest, ca. 500 km von Linz entfernt, im Zuge einer NATO-Übung im Einsatz.
Anlass dafür war die Demonstration der Schlagkraft von Einheiten aus mehreren Ländern im Zuge eines NATO-Kongresses. Für die Übung selbst ging man von einer „Dirty-Bomb“ (schmutzige Bombe aus).
Im Rahmen der NATO-Partnerschaft für den Frieden, die Österreich im Jahr 1995 angenommen hat und seitdem auch permanent ausbaut, wurde Seitens der NATO der Wunsch an die Alpenrepublik herangetragen, mit österreichischen Einsatzkräften aktiv am Ende September 2010 in der Slowakei ausgetragenen NATO-Seminar teilzunehmen. Thema dafür war die Abwehr und die Bekämpfung von Schadstoffgefahren.

Oberösterreich übernahm Spezialgebiet „Schadstoffeinsätze“
Innerhalb des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes (ÖBFV) hat sich der Oö. Landes-Feuerwehrverband (Oö.LFV) bereit erklärt, mit der neu aufgestellten Einheit für überörtliche Katastropheneinsätze auf dem Spezialgebiet „Suchern und Bergen von Personen unter ABC-Bedingungen –also nach atomaren, biologischen oder chemischen Zwischenfällen – auf dem Militärtrainingsgebiet im slowakischen Lest teilzunehmen. Für diese NATO-Übung angeschlossen hat sich auch eine aus 13 Personen bestehende Einheit des oberösterreichischen Roten Kreuzes.

Chemischer Zwischenfall sowie schmutzige Bombe
Für die aus mehreren Staaten angereisten Hilfsteams galt es ein chemisches sowie ein atomares Ereignis abzuarbeiten. Für die Helfer aus Oberösterreich war jenes mit der Beteiligung atomarer Strahlung von Bedeutung. Das Szenario eines schmutzigen Bombe an einem Reisebus war zwar für die Beteiligung internationaler Helfer unrealistisch klein, die Übung diente jedoch – wie einleitend schon erwähnt – vielmehr dem Demonstrations- und Informationszweck der Beteiligten des NATO-Kongresses.
Die Feuerwehr- und Rettungseinheit war damit betraut, die verletzten und radioaktiv kontaminierten Übungspropanden zu lokalisieren, zu bergen und zu dekontaminieren.
Gute Repräsentation Österreichs
Während der Dienstag primär den Vorbereitungsarbeiten gewidmet war, stand der Mittwoch ganz im Zeichen der Repräsentation. Der Leiter des Österreichs-Teams, Ing. Dietmar Lehner vom Oö. Landes-Feuerwehrverband: „Für das Helfer-Team aus Oberösterreich war es nicht nur wieder ein Anlass, das theoretische Wissen praktisch anzuwenden, sondern auch den hohen Standard des österreichischen Feuerwehr- und Rettungswesen auf internationaler Ebene unter Beweis zu stellen“.
Der Donnerstag, 30. September 2010, war der Rückfahrt des Fahrzeugkonvois aus der Slowakei zurück zum Ausgangspunkt in Linz gewidmet.
Eine Reportage zu dieser Thematik wird im Oö. Feuerwehrmagazin BRENNPUNKT in der Ausgabe 6 zu finden sein.
