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D: Feuer wütet auf dem Campingplatz in Wulsbüttel, Gefahr durch Gaflaschen

Wulsbüttel (Deutschland): Wieder Feuer auf einem Campingplatz bei Wulsbüttel: Nachdem bereits Anfang September ein Wohnwagen vollständig niederbrannte, mussten die Feuerwehren Wulsbüttel und Lehnstedt in der Nacht zu Freitag, 1.10.2010, erneut ausrücken.

wei Wohnwagen brannten komplett ab, ein weiterer wurde beschädigt. Sorge bereitete den Feuerwehren zwölf Gasflaschen, die an der Brandstelle gelagert waren.
Menschen wurden zum Glück nicht verletzt. Als das Feuer ausbrach, befanden sich laut Polizei die Besitzer nicht in den Wohnwagen.

Gegen 23.15 Uhr rückten die Feuerwehren mit einem Großaufgebot aus und konnten so ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Stellplätze verhindern. Beim Eintreffen der rund 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst brannten zwei Wohnwagen bereits so stark, dass die Feuerwehr dort nichts mehr retten konnte.

„Als wir eintrafen, standen Wohnwagen und Vorzelt auf einem Stellplatz bereits in voller Ausdehnung in Flammen“, sagte Hagens stellvertretender Gemeindebrandmeister Kai Palleit. „Auch auf den unmittelbar angrenzenden Stellplatz hatte das Feuer schon sehr weit übergegriffen. Unsere Einsatzkräfte konzentrierten sich deshalb auf die noch nicht betroffenen Wohnwagen, um ein weiteres Übergreifen zu verhindern.“ Das gelang auch – lediglich ein weiterer Wohnwagen wurde noch in Mitleidenschaft gezogen. Die Löschwasserversorgung erfolgte über Tanklöschfahrzeuge und aus einen rund 100 Meter entfernten See.

Explosionsgefahr durch Hitze: Den Feuerwehrleuten war allerdings völlig unverständlich, dass so viele Gasflaschen auf den betroffenen Stellplätzen lagerten. „Eine besondere Gefahr besteht, wenn Gasflaschen übermäßig erhitzt werden“, berichtete Hagens stellvertretender Gemeindebrandmeister Kai Palait. Sie können explosionsartig bersten und erhebliche Verwüstungen anrichten. Einige der insgesamt zwölf Gasflaschen waren zwar leer, wie die Wehr nach der Bergung feststellte, dennoch lagen genügend volle Behälter in den brennenden Wohnwagen, um erhebliche Schäden anrichten zu können.

Die Feuerwehrleute konnten die Flaschen auch erst aus den niedergebrannten Wohnwagen bergen, nachdem sie die Flammen vollständig gelöscht hatten. Die Behälter wurden am Brandherd direkt gekühlt und später in einem nahe gelegenen See zum Kühlen zwischen gelagert.

Gasflaschen sind gegen Brandgefahr besonders zu schützen, betont daher die Feuerwehr. Während eines Brandes sind die Flaschen aus dem Feuerbereich zu entfernen oder aus geschützter Position durch Bespritzen mit Wasser zu kühlen

Zur Brandursache liegen noch keine genauen Angaben vor. Die Schadenshöhe beträgt laut Polizei rund 25.000 Euro. Die Polizei nahm noch während der Löscharbeiten ihre Ermittlungen auf. Nach gut zwei Stunden waren die Flammen gelöscht, die Feuerwehr konnte wieder abrücken.

Nordsee Zeitung

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