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Oö: Gefährliche Stoffe – Übung in Nettingsdorf

Nettingsdorf (Oö): Vor mehr als 15 Jahren wurde, unter Beteiligung der Feuerwehren Freindorf, Hörsching, Leonding und Traun, der Gefährliche-Stoffe-Zug des Abschnittes Linz-Land gegründet.

Diese Einheit hat zum Ziel, Unfälle mit gefährlichen Stoffen (z.B. Chemikalien)gemeinsam besser bewältigen zu können.

Um dies zu erreichen, wird alle sechs Monate eine praktische Übung abgehalten. Am Donnerstag den 30. September 2010 wurde diese Übung im Rahmen der Großübung in der Nettingsdorfer Papierfabrik AG, in Anwesenheit von OBR Ing. Lehner und BR Stotz, durchgeführt.

Übungsannahme: In der Zellstofffabrik auf Ebene +21,5 m tritt Natronlauge (Weißlauge)aus. Zwei oder drei Mitarbeiter der ZEFA sind, nach dem Versuch die Leckage zu schließen, nicht am vereinbarten Treffpunkt (Warte der ZEFA) erschienen.

Die Feuerwehr Freindorf übernahm die Einsatzleitung – die Feuerwehren Leonding und Traun erhielten Befehl unter Schutzanzug die Personensuche bzw. -rettung durchzuführen. Mitglieder der Feuerwehr Hörsching rüsteten aus um die Abdichtung der Leckage vorzunehmen.

Erschwerend kam bei dieser Übung die hohe körperliche Belastung für die Atemschutzträger in den Chemieschutzanzügen (Schutzstufe 3) hinzu. Nicht weniger als 150 Stufen waren auf dem Anmarschweg zu bewältigen um dann auch noch bei einer Umgebungstemperatur von ca. 50 °C zu arbeiten.

Der Dekonplatz zur Reinigung der verunfallten Personen bzw. der Vollschutzträger wurde von den Feuerwehren Leonding und Traun errichtet.

Nach 15 Minuten Einsatzzeit konnten beide verletzte Personen dem Rettungdienst übergeben werden und die Leckage war abgedichtet.

BR Stotz bedankte sich im Rahmen einer Übungsnachbesprechung bei 25 Mann ( mit sieben Fahrzeugen) für die Bereitschaft zur Abhaltung derartiger Übungen und für die Bereitschaft an der Mitwirkung am Gefährliche-Stoffe-Zug des Abschnittes Linz-Land.

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