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Oö: Letzter Alarm: Quantensprung für die Feuerwehr Alkoven → Umzug ins neue Feuerwehrhaus

ALKOVEN (OÖ): Rund ein Vierteljahrhundert, nachdem der Neubau eines Feuerwehrhauses und damit die Zusammenführung der bislang auf mehrere Standorte verteilten Fahrzeuge und Gerätschaften erstmals thematisiert worden war, war es am 4. September 2026 schlussendlich so weit: Die Feuerwehr Alkoven (Bezirk Eferding) übersiedelte in ihre neue Unterkunft in der Bauhofstraße. Ein Konvoi durch den Ort machte dabei zugleich sichtbar, was künftig endgültig Geschichte ist – die auf mehrere Gebäude verteilte Struktur der Wehr.

Für die Feuerwehr Alkoven bedeutete dieser Freitagnachmittag einen historischen Einschnitt. Nach gut eineinhalb Jahren Bauzeit wurde das bisherige Feuerwehrhaus an der B 129 endgültig verlassen. Bereits in den Tagen davor waren nicht unmittelbar einsatzrelevante Ausrüstungsgegenstände in das neue Gebäude gebracht worden. Parallel dazu erfolgte schrittweise die Übergabe der alten Räumlichkeiten an die Gemeinde Alkoven.

Über Monate hinweg waren die bisherigen Standorte zuvor durchforstet worden. Es galt zu entscheiden, welche Gerätschaften und Gegenstände in das neue Haus mitübersiedeln, was verkauft oder verschenkt werden kann und was nach vielen Jahren endgültig ausgedient hatte.

Letzter Alarm an der B 129

Um 17.00 Uhr trat die Mannschaft gemeinsam mit den Mitgliedern der Feuerwehrjugend ein letztes Mal in der Fahrzeughalle des bisherigen Feuerwehrhauses an. Nach einigen rückblickenden Worten durch Kommandant Martin Burger übergab dieser das Kommando an seinen Stellvertreter Michael Baumann.´Dann herrschte Stille. Für viele Feuerwehrmitglieder war dieser Moment mit zahlreichen Erinnerungen verbunden. Jahrzehnte an Einsätzen, Übungen, kameradschaftlichen Stunden, Erfolgen, aber auch belastenden Situationen waren mit diesem Gebäude verbunden. Besonders die schweren Verkehrsunfälle auf der B 129 und B 133 prägten über viele Jahre hinweg das Einsatzgeschehen der Feuerwehr Alkoven.

Schließlich heulte die auf dem Dach montierte Motorsirene noch ein letztes Mal auf. Damit war die Ära des bisherigen Feuerwehrhauses endgültig beendet. Begleitet von den ersten Trommelschlägen des Musikvereins Alkoven setzte sich die Mannschaft anschließend gemeinsam mit den Fahrzeugen in Bewegung.

Konvoi zeigt bisherige Standortstruktur

Der Konvoi durch Alkoven und Hartheim war bewusst so zusammengestellt worden, dass sich nach und nach jene Fahrzeuge einreihten, die bislang an unterschiedlichen Standorten untergebracht waren. Der Großteil des Fuhrparks startete beim Feuerwehrhaus an der B 129. In der Alten Hauptstraße kam der Pickup hinzu, der bislang im gegenüberliegenden Gründerhaus untergebracht war. Dieses Gebäude diente gleichzeitig als Katastrophenschutzlager.

Am Gemeindeplatz reihte sich das Mannschaftstransportfahrzeug mit einem der Boote ein. Der alte Bauhof war über Jahre hinweg zusätzlicher Einstellplatz für die Boote und Anhänger der Feuerwehr gewesen. Im Bereich der Kirche folgte schließlich noch der im April 2026 in Dienst gestellte Wechsellader. Das große Stützpunktfahrzeug war aufgrund seiner Dimensionen bereits im neuen Bauhof unmittelbar neben dem neuen Feuerwehrhaus eingestellt gewesen.

So wurde aus mehreren Standorten ein gemeinsamer Konvoi – und gleichzeitig sichtbar, welchen organisatorischen Vorteil die neue Unterkunft künftig bringt. Die Feuerwehren Polsing und Axberg unterstützten während der Fahrt bei der Absicherung der Verkehrswege. Die Einsatzführungsunterstützungseinheit der FF St. Marienkirchen an der Polsenz stellte unter anderem Drohnenbilder zur Verfügung (siehe Video im Artikel), über die geladene Gäste im neuen Feuerwehrhaus den Umzug mitverfolgen konnten.

Erstmals alles unter einem Dach

Nach der Ankunft in der Bauhofstraße übergab Bürgermeisterin Mag. Monika Weberberger-Rainer symbolisch den Schlüssel für das neue Feuerwehrhaus und Krisenzentrum der Gemeinde Alkoven. Kommandant Martin Burger dankte den politischen Vertretern, den beteiligten Unternehmen und insbesondere der eigenen Mannschaft. Besonders hervorgehoben wurden dabei Wolfgang Galyo und Wolfgang Eckmayr. Beide Kameraden hatten den Feuerwehrhausbau über rund eineinhalb Jahre hinweg an fünf bis sieben Tagen pro Woche intensiv begleitet und dabei ehrenamtlich zahlreiche Aufgaben in der Projektabwicklung sowie bei Abstimmungen und laufenden Optimierungen übernommen.

Mit der Schlüsselübergabe war der Umzugstag jedoch noch lange nicht beendet. Nach einer Verpflegung der Beteiligten begann die Mannschaft damit, die vollständige Einsatzbereitschaft im neuen Gebäude herzustellen. Erstmals füllten sich sämtliche vorgesehenen Stellplätze mit Fahrzeugen, Booten und Anhängern. Erstmals in der Geschichte der Feuerwehr Alkoven befindet sich damit der wesentliche Fuhrpark gemeinsam in einer Fahrzeughalle.

Das bisher notwendige Anfahren unterschiedlicher Gebäude bei bestimmten Einsätzen gehört damit der Vergangenheit an. Für die Feuerwehr Alkoven endet mit dem Umzug eine jahrzehntelange Odyssee. Gleichzeitig beginnt eine völlig neue Ära. „Mutig in neue Zeiten“, brachte es Kommandant Martin Burger zum Abschluss auf den Punkt.

Eröffnung im Frühjahr 2027

Die offizielle Eröffnung des Feuerwehrhauses wird erst im Frühjahr 2027 stattfinden. Dadurch bleibt der Feuerwehr ausreichend Zeit, sich im neuen Gebäude einzuleben, Abläufe einzuspielen und noch notwendige Detailarbeiten abzuschließen. Die Eröffnungsfeierlichkeiten sind für den 30. April und 1. Mai 2027 vorgesehen.

Freiw. Feuerwehr Alkoven

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