Südtirol: Feuerwehr Brixen bei den Rescue Days 2010

Südtirol (Italien) / Deutschland: Von Freitag, 1. Oktober bis Sonntag, 3. Oktober 2010, fand in Hermsdorf/Thüringen die weltweit größte Ausbildungsveranstaltung für technische Hilfeleistung statt. Zu den Rescue Days 2010 waren …
… rund 500 Teilnehmer und Ausbilder aus 20 Nationen gekommen, darunter auch Burchia Robert, Lang Walter, Lanz Klaus und Sloschek Armin von der Feuerwehr Brixen.
Erfahrungen erleben, zusammen mit Kollegen verschiedenster Nationalitäten, Rettungstechniken kennenlernen, sowie aus dem Erfahrungsschatz der anderen zu lernen, ist das Motto.
Die Einsatzzahlen im Bereich der schweren Verkehrsunfälle gehen zurück. Die Vielfalt der am Straßenverkehr teilnehmenden Fahrzeuge nimmt zu und stellt die Feuerwehren immer wieder vor neue Herausforderungen. Fahrzeuge werden sicherer, hochfeste Materialien werden eingesetzt, viele Airbags verbaut, alternative Antriebe finden vermehrt Verwendung, um nur einige Knackpunkte zu nennen. Um in diesen Situationen vorbereitet zu sein, gilt es die Ausrüstung den heutigen Anforderungen an zu passen, verschiedenste Unfallszenarien zu trainieren und das Wissen über die in den Fahrzeugen verwendeten Technologien zu erlangen. Trotz der vielen Technik gilt es die Rettungszeit zu optimieren, wobei immer das Unfallopfer im Mittelpunkt steht.
Freitag und Samstag standen ganz im Zeichen der PKW- und LKW- Rettung. Nach der kurzen Eröffnungsfeier begann die Ausbildung mit Vorträgen zu den Themen „Standardeinsatzregel Verkehrsunfall“, „moderne Fahrzeugtechnologien“ und „LKW Rettung“. Im Anschluss wurden im Freigelände an neun Praxisstationen gearbeitet. Von der Station „moderne Fahrzeugtechnologie“, Unfallszenarien „PKW liegt auf dem Dach“, „Seitenaufprall“, „Fahrzeug unter LKW“ bis zum „LKW Unfall“ war alles dabei. Einsatzszenarien zu denen die Feuerwehren tagtäglich gerufen werden. An den Übungsstationen standen den Teilnehmern Autos und LKW-Kabinen der neuesten Genration, von den namhaftesten Herstellern, zur Verfügung.

Am Sonntag nahmen die Kollegen der Feuerwehr Brixen am Busseminar teil. Der Tag begann mit sehr interessanten Vorträgen zum Thema „Einsatztaktische Besonderheiten bei Busunfällen“ und der „modernen Bustechnik“. Im Anschluss daran ging es wieder ins Freigelände zu den Praxisstationen. Unfälle mit Bussen stellen die Rettungskräfte immer vor besondere Herausforderungen, zum einen die meistens hohe Anzahl von involvierten Personen und zum anderen die technischen Besonderheiten dieser Fahrzeuge.
Einmal mehr wurde deutlich, dass es keine bessere oder schlechtere, sondern verschiedene, dem jeweiligen Unfallszenarium entsprechende Herangehensweisen gibt. Verkehrsunfälle mit aktuellen Fahrzeugen erfordern ein sehr hohes Ausbildungsniveau der Einsatzkräfte, modernste Rettungsgeräte sowie technische Informationssysteme, um den Anforderungen gerecht zu werden.
Die von den Kameraden mitgebrachten Erfahrungen fliesen in die interne Aus- und Weiterbildung ein und werden so an die gesamte Mannschaft weitergegeben.
