Deutschland: Halle mit Stroh brannte in Dötlingen lichterloh

Dötlingen (Deutschland): Ein großer Knall hat am Freitag, 29. Oktober 2010, gegen 13.40 Uhr die Bewohner eines landwirtschaftlichen Anwesens in Ohe aufgeschreckt. Da entdeckten sie das gewaltige Feuer, das in einer großen Scheune mit Strohrundballen ausgebrochen war.
Die Scheune war nicht mehr zu retten. Das 35 mal 25 Meter große Gebäude brannte bereits in voller Ausdehnung, als die ersten Einsatzkräfte eintrafen. Durch den Großeinsatz der drei Feuerwehren der Gemeinde Dötlingen (Brettorf, Dötlingen und Neerstedt) sowie der Feuerwehr der Stadt Wildeshausen gelang es, eine neue Halle direkt am Brandort zu retten. Die Ursache des Brandes ist bisher ungeklärt. Vor Ort wurde zunächst von einer Selbstentzündung ausgegangen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Erste Schätzungen des Sachschadens bei der völlig zerstörten Scheune und den rund 800 Strohballen liegen bei rund 100.000 Euro.

Dem Landwirt gelang es nach dem Entdecken des Feuers noch, einen Traktor unbeschädigt aus die Scheune herauszufahren. Tiere befanden sich ebenso wenig wie sonstiges technisches Gerät in dem Gebäude. Eine neue Halle direkt an der Scheune ist durch eine massive Brandschutzwand abgetrennt. Die Feuerwehr kühlte diese Wand und konnte ein Übergreifen des Feuers verhindern. Es gelang den Einsatzkräften auch, eine in Bau befindliche Biogasanlage zu schützen.

Die Feuerwehren, insgesamt mit 120 Kräften und 15 Fahrzeugen sowie Drehleiter und Atemschutzgerätewagen vor Ort, hatten sich zunächst einem Flammenmeer gegenübergesehen. Die Rauchwolke über Ohe war bereits aus mehreren Kilometern Entfernung zu erkennen. Nach und nach brachen die Wände der Scheune in sich zusammen. Das vollständige Ablöschen der Rundballen stellte die Feuerwehren vor eine aufwendige Arbeit. Es galt, die Ballen per Bagger auseinanderzureißen und im Freien abzulöschen. Bei Redaktionsschluss waren die Löscharbeiten noch im vollen Gange. Gemeindebrandmeister Gerd Rüdebusch schloss nicht aus, dass sie noch bis zum Morgen andauern könnten.

Die Schnell-Einsatzgruppe der Malteser versorgte die Kameraden mit Essen und Getränken. Die Kreisstraße 236 (Huntloser Straße) blieb bis auf Weiteres voll gesperrt, damit die über die Straße gelegten Schläuche nicht beschädigt wurden.

