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Deutschland: Berufsfeuerwehr fordert 24-Stunden-Dienste

Rostock (Deutschland): Einen 24-Stunden-Dienst und mehr Zeit für die Familie: Das fordert Feuerwehrmann Bernd Pless. Zusammen mit seinen Kollegen der Rostocker Berufsfeuerwehr, den Wehren aus Wismar und Stralsund…

… sowie der Gewerkschaft Technik und Naturwissenschaft (BTB) hat er am 10. November 2010 vor dem Rostocker Rathaus in voller Dienstmontur für die Einführung des 24-Stunden-Dienstes demonstriert.

„Momentan arbeiten wir 48 Stunden die Woche und sind eigentlich ständig auf dem Sprung“, sagt Pless von der Feuerwache I. Freizeit für die Familie bleibe da kaum. „Kameraden, die einen längeren Anfahrtsweg haben, leiden noch mehr unter den Bedingungen“, so Pless. Die vernünftigste Lösung wäre seiner Meinung nach der 24-Stunden-Dienst. Auch Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) sprach sich für die Einführung zum 1. Januar 2011 aus. „Für die Kameraden halte ich das für die beste Variante“, sagt er. Er weiß die Arbeit der Brandbekämpfer zu schätzen: „Die Sicherheit hängt von ihrem Wohlbefinden und ihrer Betreuung durch die Stadt ab.“ Allerdings mahnt Methling an, dass bei einer Einführung der geforderten Dienstregelung, dieselbe Leistung zu erbringen sei wie in zwei Diensten zu zwölf Stunden.

Dass die geforderte Regelung Kosten sparen würde, davon ist Steffen Sieratzki, Vorsitzender des Personalrates der Rostocker Berufsfeuerwehr, überzeugt. Die momentanen Arbeitszeiten würden mehr Kosten verursachen und früher oder später zu Personalkürzungen bei den Wehren führen. Der OB will sich künftig selbst der Sache annehmen. Gestern setzte er als Termin den 29. November an. Dann will sich Methling mit dem Personalrat der Berufsfeuerwehr, dem Leiter des Brandschutz- und Rettungsamtes, Jörg Behncke, und dem zuständigen Senator zusammensetzen, um schnell eine Einigung zu erzielen. „Wir werden die Umsetzbarkeit und die vorhandenen Kapazitäten prüfen“, so der Oberbürgermeister.

Schweriner Volkszeitung

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