Deutschland: Feuerwehr und THW in Bochum nach Regen im Dauereinsatz
Bochum (Deutschland): Seit Samstagmorgen, 13. November 2010, sind Feuerwehr und Technisches Hilfswerk in Bochum im Dauereinsatz. In Wattenscheid ist aufgrund des Starkregens der Deich eines Regenrückhaltebeckens gebrochen. 80 Prozent der Straßen im Stadtgebiet waren überflutet.
Land unter in Bochum. Durch heftigen Starkregen mit Wassermengen von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter in der Stunde sind Feuerwehr und Technisches Hilfswerk in Bochum im Dauereinsatz. Bis nachmittags, 14.30 Uhr, zählte die Leitstelle etwa 200 regenbedingte Einsätze. Straßen sind überfutet, Keller voll gelaufen. In Wattenscheid ist der Deich eines Regenrückhaltebeckens gebrochen. Die Polizei spricht davon, dass rund 80 Prozent der Straßen im Bochumer Stadtgebiet unter Wasser standen.
Zunächst meldeten sich immer wieder Autofahrer bei der Feuerwehr, die in bis zu 50 Zentimeter tiefen Pfützen stecken geblieben waren und die ihre Fahrzeuge nicht verlassen konnten. Alle Personen konnten die Hilfskräfte zeitnah befreien, verletzt wurde niemand. Im Folgenden wurden der Leitstelle immer mehr überflutete Keller gemeldet, so Feuerwehr-Sprecher Simon Heußen in einer ersten Unwetter-Bilanz am Samstagmittag.
Gesamte Bochumer Feuerwehr und THW im Einsatz
Im Bereich Gartenstraße/Eppendorfer Straße in Wattenscheid brach gegen 8 Uhr am Morgen der Deich eines Regenrückhaltebeckens. Etwa 15.000 Kubikmeter Wasser liefen aus. Diese Wassermassen überfluteten schlagartig ein angrenzendes Regenrückhaltebecken welches ebenfalls überlief. Zwei Wohnhäuser auf der Hesternstraße wurden von den Wassermassen überflutet, in beiden Häusern liefen die Souterrainwohnungen voll. Eine Bewohnerin konnte sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen. Sie blieb unverletzt.
Derzeit sind Feuerwehr und das Technische Hilfswerk im Einsatz, um mit insgesamt acht Pumpen die Wassermassen zu beseitigen. 12 Kubikmeter pro Minute können abgepumpt werden, weitere Pumpen sind angefordert. Außerdem muss der Deich mit 1000 Sandsäcken gesichert werden, die zunächst auf der Feuerwache in Werne gefüllt und dann nach Wattenscheid gefahren werden.
Die Feuerwehr Bochum ist seit 6 Uhr mit sämtlichen Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr im Einsatz. Auch das Technische Hilfswerk unterstützt die Aufräumarbeiten. Insgesamt sind über 200 Feuerwehrmänner und 50 Helfer des Technischen Hilfswerkes eingesetzt.
