Oö: Großübung „TRITON26“: Wenn ein Passagierschiff zum Einsatzort wird
BEZIRK PERG (OÖ): Rund 200 Passagiere, ein Brand an Bord und zahlreiche verletzte Personen – mit diesem anspruchsvollen Szenario wurden die Einsatzkräfte im Oktober 2026 bei der Großübung „TRITON26“ auf der Donau im Bezirk Perg konfrontiert. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.
Für die Feuerwehren aus Ober- und Niederösterreich stand dabei vor allem die Bewältigung des Brandereignisses sowie die sichere Evakuierung der Passagiere mittels Boote im Mittelpunkt. Ein Einsatz auf einem Schiff bringt dabei besondere Herausforderungen mit sich: Die räumlichen Gegebenheiten, die große Anzahl an betroffenen Personen und die notwendige Koordination zwischen Wasser und Land verlangen ein abgestimmtes Vorgehen aller eingesetzten Kräfte.
Neben der Brandbekämpfung galt es, die Personen rasch aus dem Gefahrenbereich zu bringen und an die nachfolgenden Einsatzorganisationen zu übergeben. An Land wurden die Betroffenen vom Roten Kreuz übernommen, gesichtet und entsprechend ihrer Verletzungen weiter versorgt.
Realistische Darstellung sorgt für anspruchsvolles Übungsszenario
Um den Einsatz möglichst realitätsnah zu gestalten, kamen rund 200 Statistinnen und Statisten zum Einsatz. Unterstützt durch die Realistische Unfalldarstellung des OÖ. Roten Kreuzes wurden unterschiedliche Verletzungsmuster und Krankheitsbilder dargestellt. Dadurch konnten die Einsatzkräfte unter Bedingungen trainieren, die einem tatsächlichen Großschadensereignis möglichst nahekommen.
Das OÖ. Rote Kreuz übernahm im Rahmen der Übung die medizinische Versorgung und Betreuung der betroffenen Personen. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich der Krisenintervention waren eingebunden. Zusätzlich wurde der Rettungshubschrauber in die medizinische Versorgung und den Transport von Patienten integriert.
Gemeinsames Training für den Ernstfall
Gerade bei größeren Schadenslagen ist eine klare Kommunikation und eine gut abgestimmte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Einsatzorganisationen entscheidend. Die bei „TRITON26“ gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse werden im Anschluss gemeinsam aufgearbeitet und fließen in die weitere Einsatzplanung sowie in die Aus- und Weiterbildung der Einsatzkräfte ein.
