Technisch

Oö: Großtauchaktion am Irrsee -> Suchaktion erfolglos abgebrochen

Straßwalchen (Oö): Nachdem am Irrsee bei Straßwalchen im Bezirk Vöcklabruck eine lokale Suchaktion durch Polizei, Wasserrettung und weiterer Folge auch Feuerwehrtaucher ergebnislos geblieben ist, wurde für den Samstag, 13. November 2010, eine Großaktion ins Leben gerufen.

Vermisst wird seit geraumer Zeit ein 70-Jähriger, der vermutlich im See ertrunken und samt seinem Fischerboot gesunken ist. Anhand einer Handypeilung konnte das potenzielle Gebiet auf rund 25% des 5 km2 großen und bis ca. 30 m tiefen Sees eingeschränkt werden.

110 Taucher von allen Feuerwehrtauchstützpunkten Oberösterreichs sowie Froschmänner der Wasserrettung stehen seit den Morgenstunden des 13. November 2010 im Einsatz. Sie werden nun an 50 langen Seilen zu je 10 Mann den in Frage kommenden Bereich systematisch absuchen.

Sie warten mit rund 3 m verhältnismäßig gute Sichtbedingungen. Jeder 10-Mann-Trupp wird per Kompass und Leine einen rund 30 minütigen Tauchgang bestreiten und diesen jeweils versetzt zwei bis drei mal wiederholen.

Trotz intensiver Suche nach dem Vermissten Fischer im Irrsee konnten die Tauchmannschaften bislang keinen Erfolg erzielen. Der Einsatz schreitet vom Suchgebiet her gut voran und wird sich nun in die Zone 2 verlagern – von den Informationen her in Hinsicht auf den Hergang auf die von der Wahrscheinlichkeit zweirelevantesten Zone, wo sich das Opfer aufgrund seiner bisherigen Gepflogenheiten her befinden könnte. Sollte der Fischer heute nicht gefunden sein, so wird dieser Einsatzkraftakt vom 13. November die letzte Maßnahme zum Auffinden des Ertrunkenen darstellen.

Schlussmeldung 13. November 2010 – 16:00 Uhr:
Nach in Summe 227 Tauchgängen, welche in 26 Durchläufen bewerkstelligt worden sind, findet die groß angelegte Suchaktion nach einem 70-jährigen Fischer gegen 15.30 Uhr ihr Ende. Der letzte Taucher ist nunmehr aus dem Irrsee gestiegen.

Leider ist es trotz des immensen Personaleinsatzes (80 Feuerwehrtaucher, 20 Wasserrettungstaucher sowie zahlreiche Helfer von den Feuerwehren, dem Roten Kreuz (übernahm die Verpflegung) und der Exekutive nicht gelungen, den Vermissten zu finden. Mit heutigem Stand wird die Suche daher eingestellt werden.

Ein detaillierter Beitrag dazu wird im Dezember in Ausgabe 6 vom BRENNPUNKT zu finden sein.

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