Deutschland: Wasserrohrbruch in Schwelm -> Rüstfahrzeug abgesackt

Schwelm (Deutschland): Am Montag, 06.12.2010, wurde die Feuerwehr Schwelm um 20:27 Uhr zu einem Wasserrohrbruch in die Schulstraße alarmiert. Zur Einsatzstelle rückten ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und der Rüstwagen aus.
Nach einer ersten Erkundung sollte der Rüstwagen im Bereich Schulstraße / Untermauerstraße positioniert werden, um von dort den Einsatzstellenbereich auszuleuchten. Bei der Anfahrt sackte die Hinterachse des Fahrzeugs etwa 70 cm tief ein, nachdem die offensichtlich unterspülte Fahrbahn auf einer Fläche von circa 2 x 2 Metern nachgegeben hatte.

Die Einsatzstelle wurde umgehend großräumig abgesperrt und das Fahrzeug mit Anschlagmitteln der Feuerwehr gesichert. Aufgrund der unübersichtlichen Lage, der Gefahr weiterer Folgeschäden durch die ausströmenden Wassermassen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und der Gefahr, dass das Fahrzeug weiter einsacken und möglicherweise umfallen könnte, erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe. Es wurden die Löschzüge Stadt, Linderhausen und Winterberg sowie der Einsatzführungsdienst und das Technische Hilfswerk (THW) alarmiert.
Der Rüstwagen wurde mit Einsatzmitteln der Feuerwehr weiter abgesichert und zur Entlastung vollständig entladen. Nachdem der Wasserrohrbruch durch das zuständige Versorgungsunternehmen abgeschiebert war und kein Wasser mehr an der Schadenstelle austrat, wurde der hintere Fahrzeugrahmen mit Hebekissen angehoben und der abgesackte Hinterreifen unterbaut. Danach konnte der Rüstwagen mit Hilfe des Berge-Räumgerätes des THW aus seiner misslichen Lage befreit und aus dem Gefahrenbereich gezogen werden.

Während des Einsatzes wurde ein Bereitstellungsraum im Bereich des Märkischen Platzes eingerichtet, auf dem sich die Einsatzkräfte sammelten. Die Feuer- und Rettungswache wurde zusätzlich besetzt, um den Grundschutz für das Stadtgebiet Schwelm sicherzustellen.
Die letzten Einsatzkräfte konnten den Einsatz nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft gegen 23:30 Uhr beenden. Neben dem Leiter der Feuerwehr, Norbert Fichtel, machte sich auch Bürgermeister Jochen Stobbe vor Ort ein Bild von der Lage. Das zuständige Versorgungsunternehmen AVU begann noch am späten Abend mit der Reparatur des Schadens.
